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Gestrandete Fluggäste aus London: Ein Passagier in Hannover positiv getestet

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Gestrandete Fluggäste aus London: Ein Passagier in Hannover positiv getestet
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Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten in einem Krisentreffen über die Virus-Mutation - viele Länder haben sich seit Mitternacht von Großbritannien abgeschottet. Es geht die Sorge um vor der Coronavirus-Variante, die offenbar viel ansteckender ist. Damit wird das Virus leichter übertragen, es ist aber laut britischen Gesundheitsbehörden nicht gefährlicher als das ursprüngliche Coronavirus.

An mehreren deutschen Flughäfen strandeten die letzen Einreisenden über Nacht und warteten auf die Test-Ergebnisse. 63 Flugpassagiere mussten die Nacht am Flughafen Hannover verbringen.

Ein Passagier wurde positiv getestet. Allerdings stand am Vormittag noch nicht fest, ob er mit der neuen Variante infiziert war. Er wurde mit einem besonderen Transport an seinen Zielort gebracht und sollte sich dort isolieren.

Offenbar wurden nur die nicht-deutschen Passagiere getestet. Die Fluggäste mit deutschem Pass sollten sich fünf Tage in Quarantäne begeben.

Virus-Variante in mehreren EU-Ländern

Mittlerweile wurde die Virus-Variante auch in Italien entdeckt. Zuvor war von einzelnen Fällen in Dänemark, den Niederlanden und Österreich die Rede gewesen.

Einige Reisende sind etwas genervt. Doch eine Britin in Rom berichtet, ihr mache die Mutation keine Angst: sie geht davon aus, dass es normal ist, wenn ein Virus mutiert. Die Regierungen müssten reagieren.

Die meisten Flugpassagiere haben wie Francesca vor dem Abflug einen Test gemacht, aber sie wisse nicht genau was los sei.

Frankreich stoppt Reiseverkehr mit Großbritannien für 48 Stunden

Frankreich hat den Reiseverkehr aus Großbritannien am Sonntag zunächst für 48 Stunden gestoppt. Zuvor hatte es einen Ansturm auf die letzten Plätze im Eurostar von London nach Paris gegeben. Viele Fanzosen, die eigentlich über Weihnachten nach Hause wollten, müssen aber in Großbritannien bleiben.

London wie ausgestorben

Oxford Street wenige Tage vor Weihnachten - im Lockdown wegen der Mutation des Coronavirus - steht in London fast alles still. Vor allem dürfen die Menschen wegen der Virus-.Variante kaum noch ausreisen.

Sir Mark Walport, der ehemalige wissenschaftliche Chefberater der britischen Regierung, erklärt: "Der neue Stamm ist ansteckender. Aber wenn es eine gute Nachricht gibt, dann dass es keine schlimmere Krankheit auslöst, was wichtig ist. Und dass - soweit wir wissen - der Impfstoff wirksam bleibt."

Mit mehr als 35.000 Neuinfektionen allein am Sonntag hat sich die Zahl derer, die sich in Großbritannien angesteckt haben, dramatisch erhöht.