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Merkel dürfte aufatmen: Portugal übernimmt am 1.1.2021 die EU-Ratspräsidentschaft

Von Euronews
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Der portugiesische Außenminister Augusto Santos Silva sprach im Euronews-Interview über die Ziele seines Landes
Der portugiesische Außenminister Augusto Santos Silva sprach im Euronews-Interview über die Ziele seines Landes   -   Copyright  Burhan Ozbilici/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und BioNTech zugelassen. Jetzt folgt die Herausforderung der Einrichtung von Impfzentren.

Da zunächst Risikogruppen immunisiert werden sollen, wird die Verteilung an eine breite Bevölkerung eine der größten Herausforderungen für Portugal sein, das zum Jahreswechsel die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland übernimmt.

Euronews sprach mit dem portugiesischen Außenminister Augusto Santos Silva über die Wachablösung am 1. Januar 2021: "Während der Ratspräsidentschaft wird Portugal alles in seiner Macht stehende tun, um eine universelle Impfkampagne zu starten, die innerhalb eines Jahres den größten Teil der europäischen Bevölkerung abdecken kann. Wir werden uns bemühen, die Coronamaßnahmen besser zu koordinieren, und zwar in Bezug auf Disziplin, Schutz und individuelle Sicherheit, aber auch, um den freien Verkehr in Europa besser zu verwalten."

"Wohlstand, Arbeitsplätze, Einkommen"

Die Pandemie hat ihren Tribut von der europäischen Wirtschaft gefordert. Firmenpleiten dürften trotz staatlicher Unterstützung im kommenden Jahr zunehmen. Portugal verfolgt ein ehrgeiziges Ziel. Denn, so Augusto Santos Silva: "Unsere wirtschaftliche Erholung muss gleichzeitig der Weg für eine Wirtschaft frei von Kohlenstoff sein, eine digitale Wirtschaft, die in der Lage ist, Wohlstand, Arbeitsplätze und Einkommen für die Menschen zu schaffen."

Neben der Bewältigung der Pandemie und ihrer nicht absehbaren Folgen warten weitere Probleme auf Portugal, darunter die Post-Brexit-Phase und der nur für den Moment entschärfte Rechtsstaatsstreit mit Ungarn und Polen.