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Erstmals mehr als 1.000 tägliche Todesfälle - nicht genug Impfstoff?

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Das Brandenburger Tor in Berlin ist bereits vor Silvester weiträumig abgesperrt
Das Brandenburger Tor in Berlin ist bereits vor Silvester weiträumig abgesperrt   -   Copyright  Christophe Gateau/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, hat in Deutschland erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie die traurige Marke von 1000 überschritten. Die Gesamtzahl der Covid-Toten erhöhte sich somit auf 32.107.

Dem Robert-Koch-Institut wurden bis Mittwochmorgen 1123 Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen beträgt 22.459.

Nach Berechnungen des RKI gibt es aktuell rund 350.000 aktive Infektionen in Deutschland.

Auf der Pressekonferenz in Berlin erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn, dass eine Lockerung des Lockdowns am 10. Januar derzeit nicht in Frage komme.

Sowohl der Gesundheitsminister als auch RKI-Chef Lothar Wieler setzen ihre Hoffnungen in die Impfungen, die jetzt begonnen haben. Laut Robert Koch-Institut sind bereits 78.000 Menschen geimpft worden. Allerdings stehen vielerorts noch nicht genug Impfdosen zur Verfügung.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat indes erneut Kritik zurückgewiesen, es gebe zu wenig Impfstoff in Deutschland. Gleichzeitig verteidigte Spahn die Praxis, die Impfstoffbestellung zunächst der Europäischen Union zu überlassen: "Damit haben alle 27 Mitgliedstaaten natürlich gesagt, dass wir nicht parallel auch noch bilateral verhandeln. Denn es macht ja wenig Sinn, wenn sich alle 27 zusammen tun und dann jeder doch wieder seins macht."

Impfstoff sei für alle knapp. Außerdem habe niemand im Vorhinein gewusst, welcher Impfstoff zuerst zugelassen würde. Es mache ihn aber stolz, dass das deutsche Unternehmen BioNTech das Wettrennen gewonnen habe.

Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Übersterblichkeit in Deutschland im November um 14 Prozent gestiegen - in Sachsen sogar um 55 Prozent.