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Kolombien zerstört mehr Kokapflanzen denn je, aber der Anbau geht weiter

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Von euronews
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Kolombien zerstört mehr Kokapflanzen denn je, aber der Anbau geht weiter
Copyright  Ivan Valencia/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Die kolumbische Regierung hat in diesem Jahr nach eigene Angaben soviele illegale Kokaplantagen zerstört wie noch nie. Der Verteidigungsminister des Landes sprach von einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Wien. Die Kokapflanze dient zur Herstellung von Kokain.

"Unser Ziel von 130.000 Hektar Kokaplantage haben wir erreicht, und zwar ohne den Einsatz von Chemie, auch wenn das schneller gegangen wäre. Jetzt haben wir hier gute Bedingungen für Invstitionen und profitable Projekte", sagte Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo.

Ebenfalls anwesend bei der Verkündung der Zahlen zur Kokapflanzen-Vernichtung war auch der US-Botschafter in Kolumbien, Phillip Goldberg. Der Anbau von Kokapflanzen ist ein wichtiger Geschäftszweig krimineller Kartelle in Kolumbien, mit dem jedes Jahr Milliarden Dollar verdient werden. Nach Angaben der Regierung gab es bei den Zerstörungsaktionen auf den Plantagen in diesem Jahr 22 Angriffe auf Soldaten. Fast 150 Sprengfallen mussten zerstört werden.

Das United Nations Office on Drugs and Crime hatte im vergangenen Jahr 154.000 Hektar Kokaplantagen in ihren Statistiken vezeichnet, ein Minus von 15.000 Hektar im Vergleich zu 2018. Dennoch, so hatten die UN-Experten gewarnt, bleibe die Produktion des Drogengrundstoffs stark.