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Warum erst so spät? Polizei beendet Rave-Party nach 36 Stunden

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Von Euronews mit afp/ dpa
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Sicherheitskräfte räumen das Gelände
Sicherheitskräfte räumen das Gelände   -   Copyright  EAN-FRANCOIS MONIER / AFP
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Die Kritik ist groß nach einer illegalen Massenparty in Frankreich. Rund 2.500 zum Teil aus der Ferne angereiste Raver feierten anderthalb Tage lang unbehelligt im bretonischen Ort Lieuron Silvester - allen Corona-Einschränkungen zum Trotz.

Erst am Samstagmorgen beendete die Polizei den Spuk und verhängte Geldstrafen. Warum erst so spät?

Ein Erklärungsversuch des zuständigen Präfekten Emmanuel Berthier (Departement Ille-et-Vilaine): Die Raveparty in Lieuron habe 36 Stunden gedauert. Es sei eine illegale, von ihm verbotene Veranstaltung gewesen, die die Ordnungskräfte stark beschäftige.

Die Dinge würden sich in den kommenden Stunden weiter entwickeln. Man sei bereits weit über den gemeldeten 1200 Geldbußen.

Bereits am frühen Donnerstagabend waren südlich der bretonischen Stadt Rennes Hunderte Raver auf ein stillgelegtes Gewerbegelände geströmt. Ordnungskräfte versuchten vergeblich, die Party zu stoppen, wurden zum jedoch Teil angegriffen und ihre Autos mit Brandsätzen beworfen. Sie beschränkten sich danach stundenlang auf die Sicherung des Geländes.

"Vor ein paar Hundert Punks mit Hunden kapituliert"

Oppositionspolitiker zeigten sich empört und warfen der Regierung Inkompetenz vor. Eric Ciotti von den Republikanern monierte auf Twitter, wenn die Autorität zögere angesichts derer, die das Gesetz mit Füßen träten, nehme die gesamte französische Republik Schaden. Gilles Prenelle vom Rassemblement National in der Betragne schrieb, die Regierung habe "vor ein paar Hundert Punks mit Hunden kapituliert".

In Frankreich herrschen wegen hoher Infektionszahlen strickte Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Neben der Entrüstung löste das Riesenevent auch Sorgen vor zahlreichen neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus aus.