Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Biden nennt militante Trump-Anhänger "inländische Terroristen"

euronews_icons_loading
Der gewählte US-Präsident Joe Biden in Washington.
Der gewählte US-Präsident Joe Biden in Washington.   -   Copyright  Susan Walsh/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Angespannte Ruhe in Washington am Tag nach der Gewalt: Es herrscht weiter eine Ausgangssperre, das FBI ermittelt. Die Innenräume des Kapitols gleichen einem Schlachtfeld.

Biden greift Trump scharf an

Der künftige US-Präsident Joe Biden meldet sich erneut zu Wort, spricht von einem der „düstersten Tage in der amerikanischen Geschichte“. Dass es so weit kommen konnte, sei Trump und seiner hetzerischen Rhetorik geschuldet.

"Was wir gestern erlebt haben, war kein Widerstand, keine Unordnung, auch kein Protest. Es war Chaos", so Biden. "Das waren keine Demonstranten. Wagen Sie es nicht, von Demonstranten zu sprechen. Das war ein randalierender Mob, das waren Aufrührer, inländische Terroristen."

Pelosi fordert Trumps Absetzung

Inzwischen fordert auch die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, dass Trump nicht länger im Amt bleiben dürfe: "Ich schließe mich dem Vorsitzenden der Demokraten im Senat an und fordere den Vizepräsidenten auf, diesen Präsidenten abzusetzen, indem er sich sofort auf den Zusatzartikel 25 unserer Verfassung beruft. Wenn der Vizepräsident und das Kabinett nicht handeln, wird sich der Kongress darauf vorbereiten, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten."

Bislang sieht es aber nicht danach aus, als wolle Vize Mike Pence von Zusatzartikel 25 Gebrauch machen. Mit diesem kann ein Präsident als amtsunfähig erklärt werden, wenn alle Kabinettsmitglieder dafür sind.

Polizei in der Kritik

Auch die Kritik an der Polizei wird lauter. Der Vorwurf: Wie kann es sein, dass sie die Situation so aus dem Ruder laufen ließ, während Sicherheitskräfte bei Black-Lives-Matter-Demos vergangenes Jahr mit extremer Härte durchgriffen? Mehrere Abgeordnete und die Bürgermeisterin von Washington fordern eine Untersuchunskommission.

Der Kongress hat inzwischen den Willen des Volkes erfüllt und das Ergebnis der US-Wahl bestätigt. Trump kündigte einen "geordneten Amtsübergang" an, spricht aber weiter von Wahlbetrug. Facebook hat sein Konto deshalb für zwei Wochen gesperrt. Trumps Posts seien eine Gefahr für die friedliche und gesetzmäßige Machtübergabe an Joe Biden.