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Protest: Restaurants in Italien öffnen für einen Abend

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Ein Restaurant in Mailand am Freitagabend
Ein Restaurant in Mailand am Freitagabend   -   Copyright  AP Photo/Antonio Calanni
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Freitagabend in Rom: Menschen genießen den Beginn des Wochenendes mit gutem Essen, Wein und Gesellschaft. Was einst Normalität war, ist inmitten der Corona-Krise Protest. Aus Widerstand gegen die Verschärfung der Einschränkungen öffneten Restaurants in der italienischen Hauptstadt und anderen Städten für einen Abend.

Vielen geht langsam die Puste aus: "Die Einschränkungen, die uns mit dieser sogenannten Notlage auferlegt werden, zerstören uns, wirtschaftlich und psychologisch", so Maurizio, Gast im Restaurant "Loste Ria".

"Wir können nicht mehr"

Restaurants müssen mit den neuen Regeln ab 18 Uhr schließen und dürfen auch keine Gerichte zum Mitnehmen mehr verkaufen. Das Ziel ist, Menschenansammlungen vor den Gaststätten zur Feierabendzeit zu vermeiden.

Doch die Unterstützung der Regierung reiche nicht, um durchzukommen, so Armando Minotti, Besitzer von "Loste Ria": "Wir haben geöffnet, weil ich drei Kinder und eine Frau habe. Wir leben getrennt. In den letzten drei Wochen konnte ich keinen Unterhalt zahlen, damit meine Frau den Kühlschrank vollmachen kann, um die Kinder zu ernähren. Wir können nicht mehr."

Restaurantbesitzer: Entweder alle Läden zu oder keine

"Es ist ja nicht so, als würde sich jeder, der hier rein kommt, infizieren, aber im Bus oder im Einkaufszentrum oder einem Geschäft infiziert man sich nicht", so Max Vietri, Besitzer des Restaurants "Fuoco & Farina". Entweder haben alle Läden zu, so wie es im März war, meinetwegen. Aber sie können nicht mich schließen und die anderen offen lassen."

Auch in Belgien protestiert eine Café-Inhaberin gegen die Maßnahmen: Christelle Carion aus Pepinster bei Lüttich schläft in ihrem Café. Trotz der 2700 Euro, die sie monatlich von der Regierung zur Überbrückung erhält, fürchtet sie den Ruin. Denn mit den grassierenden Virusmutationen hat sie keine Hoffnung auf baldige Besserung.