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Parfümeriekette Douglas will zahlreiche Stellen streichen und Filialen schließen

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Douglas-Logo an Filiale in Berlin.
Douglas-Logo an Filiale in Berlin.   -   Copyright  LUSAScreenshot aus AFP-Video.
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600 Mitarbeiter in Deutschland sollen gehen

Die Parfümeriekette Douglas will zahlreiche Filialen schließen, und das vor allem in Deutschland, Italien und Spanien. Insgesamt verlieren gut 2500 der 20.000 Beschäftigten in Europa ihren Job, in Deutschland sind es etwa 600 Menschen. In der Bundesrepublik soll zudem etwa jede siebte Filiale schließen, europaweit sogar fast jede fünfte.

Douglas-Chefin Tina Müller sagte, mit der Maßnahme reagiere man auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet. Die Corona-Pandemie habe den Trend zum Online-Shopping noch einmal beschleunigt.

Müller sagte, sie sei zuversichtlich, dass das verkleinerte Filialnetz "zukunftsfähig ist für die nächsten Jahre". Doch werde der Trend zum Online-Einkauf weitergehen - wie weit, das lasse sich aktuell nicht vorhersagen.

Corona-Jahr brachte durchwachsenes Ergebnis

Das von der Covid-19-Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2019/20 brachte für das Unternehmen ein durchwachsenes Ergebnis. Zwar konnte Douglas dank seiner starken Online-Präsenz die Auswirkungen der Pandemie auf den Umsatz in Grenzen halten. Er sank um 6,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Doch das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) ging um 16,7 Prozent auf 292 Millionen Euro zurück. Und unter dem Strich musste der Konzern nicht zuletzt wegen hoher Wertberichtigungen sogar einen Verlust von 517 Millionen Euro ausweisen.

Gute Internet-Geschäfte

Hervorragend liefen vor allem die Geschäfte im Internet. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die E-Commerce-Umsätze um 40,6 Prozent auf 822 Millionen Euro. Im Kalenderjahr 2020 habe die Parfümeriekette sogar erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Internet gemacht, sagte Müller.

Dabei sei das E-Commerce-Geschäft genauso profitabel wie das Geschäft in den Filialen. Europaweit liegt der Umsatzanteil des Onlinehandels bei Douglas mittlerweile bei 25,4 Prozent, im wichtigen Heimatmarkt Deutschland sogar bei 39,9 Prozent.