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Schock im Zoo Neuwied: Tigerin Kimberley (7) totgebissen

Von Euronews
Tiger - Symbolbild
Tiger - Symbolbild   -   Copyright  Lily Smith/OMAHA WORLD-HERALD
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Der Zoo Neuwied hat die traurige Nachricht auf Facebook publik gemacht - unter dem Titel "Zusammenführung fehlgeschlagen – Tigerin Kimberly erlag ihren Verletzungen".

Der Zoo hatte versucht, die sieben Jahre alte Tigerin - die erst im November aus Magdeburg nach Neuwied gekommen war - mit dem acht Jahre alten Tiger Ivo zusammenzubringen. Laut Angaben des Zoos ließen die Tigerin und der Tiger "deutliche Anzeichen von Zuneigung erkennen", als sie nebeneinander in durch einen Zaun getrennten Gehegen leben. Daraufhin wurde die Zusammenführung geplant. Der Zoo schreibt: "Ein großes Team aus Tierpflegern, Zooleitung und einem auf Großkatzen spezialisierten Tierarzt stand bereit, alle Aufgaben waren klar verteilt. Es waren Leute eingeteilt die im Notfall Lärm machen konnten und solche die mit einem Wasserschlauch für Ablenkung sorgen konnten, falls die beiden Tiger zu heftig miteinander kämpfen würden."

Doch all diese Vorkehrungen brachten nicht viel, als sich Tiger Ivo aggressiv auf Kimberley stürzte. Das Team trennte die Tiere und der Tierarzt ging zunächst davon aus, dass die Verletzungen von Tigerin Kimberley nicht lebendbedrohlich wären. Doch zwei Tage später war sie tot.

"Wir sind alle zutiefst geschockt“, sagt Zoodirektor Mirko Thiel. "Dass so etwas passieren kann, weiß zwar jeder, der mit Wildtieren arbeitet. Aber nach den Zeichen der letzten Wochen haben wir mit einem solchen Ablauf wirklich nicht gerechnet".

2017 hatte der Zoo Neuwied mit der Geburt von zwei Berberlöwenbabys Schlagzeilen gemacht.

Zur Zeit ist der Zoo wie so vieles in Deutschland wegen des Lockdown im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie geschlossen.