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Wegen Corona: Rückführung von Kindern aus syrischen Lagern stagniert

Kinder spielen in einer Pfütze im Lager Al-Hol in der Provinz Hasakeh, Syrien, im März 2019
Kinder spielen in einer Pfütze im Lager Al-Hol in der Provinz Hasakeh, Syrien, im März 2019   -   Copyright  AP Photo
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Die Zahl der Rückführungen ausländischer Kinder aus syrischen Lagern ist 2020 um mehr als zwei Drittel zurückgegangen.

Nach Angaben der Kinderrechtsorganisation Save The Children wurden 2020 schätzungsweise 200 ausländische Kinder aus Lagern im Nordosten Syriens repatriiert, 2019 waren es noch 685.

Mehr als 42.000 ausländische und irakische Staatsangehörige leben derzeit in überfüllten Lagern im Nordosten Syriens, darunter das Lager Al Hol, in dem Kinder unter 12 Jahren mehr als die Hälfte der 64.000 Menschen ausmachen. Save The Children schätzt, dass 27.500 ausländische Kinder auf ihre Rückführung warten.

"Diese neuen Zahlen zeigen, dass sich die Dinge vor dem Ausbruch des Virus endlich in die richtige Richtung bewegten haben. Leider wurde für viele Kinder die Möglichkeit für ein besseres Leben auf Eis gelegt, da die Rückführungen durch internationale Regierungen im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen sind", erklärt Sonia Khush, Syrien-Direktorin bei Save The Children.

"Doch wir glauben daran, dass es immer noch möglich ist. Letzten Monat hat Frankreich sieben Kinder zurück geholt, und im September wurde ein britisches Kind, das von Save The Children unterstützt wurde, in Sicherheit gebracht. Es ist möglich, ein junges Leben zu retten, wenn der politische Wille vorhanden ist."

"Ausländische Kinder in den Flüchtlingslagern im Nordosten Syriens leben unter den schlimmsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann; wer krank wird, erhält wahrscheinlich keine Behandlung. Es gibt keinen Zugang zu sauberem Wasser, es gibt kaum genug zu essen. Die jüngsten Gewaltausbrüche und die Angst vor einer Massenausbreitung von Corona verschlimmern das Leiden nur noch", fügte sie hinzu.

Seit 2017 wurden 975 Kinder aus Syrien zurück geholt, der größte Teil, nämlich 70 Prozent, kehrten 2019 in ihre Heimatländer zurück. Allein 400 Kinder wurden nach Kasachstan zurück gebracht, 181 nach Usbekistan und 168 nach Russland.

In Westeuropa haben Frankreich und Deutschland mit 28 und 19 Kindern die meisten Kinder repatriiert.

Weitere Quellen • Save The Children