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Lawrow zur EU: "Wenn Du Frieden willst, bereite den Krieg vor"

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Von Nial O'Reilly mit AP, AFP
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Der Außenminister von #Russland schlägt eher unversöhnliche Töne an, bevor seine EU-Kolleg:innen über weitere Sanktionen wegen das Falls #Nawalny beraten.

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Nach der vielkritisierten Reise des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell nach Moskau kommen aus Russland weitere Drohungen in Richtung Europa.

An diesem Freitag erwähnte der russische Außenminister Sergej Lawrow einen möglichen Abbruch der Beziehungen zur EU im Fall weiterer Sanktionen.

Wir wollen uns nicht vom globalen Leben isolieren, aber wir müssen vorbereitet sein. Wenn Du Frieden willst, dann bereite Dich auf den Krieg vor.
Sergej Lawrow
Russischer Außenminister

Der erfahrene russische Diplomat erklärte in einem Interview: "Wir sind Nachbarn. Die EU ist immer noch unser größter Handels- und Investitionspartner. Viele Unternehmen arbeiten hier, es gibt Hunderte, Tausende von Joint Ventures. Wenn das Geschäft für beide Seiten vorteilhaft ist, werden wir es fortsetzen. Wir wollen uns nicht vom globalen Leben isolieren, aber wir müssen vorbereitet sein. Wenn Du Frieden willst, dann bereite Dich auf den Krieg vor."

Die Reaktion auf diese Äußerung in Brüssel fällt weniger drastisch aus. Peter Stano, der Sprecher des EU-Außenbeautragten Josep Borrell, sagte:  "Die Antworten Russlands und die Vorstellungen Russlands der Beziehungen zur EU sind klar. Dafür brauchen wir kein Interview des Außenministers mit einem Lokalsender. Wir haben es bei der Reise des Außenbeauftragten gesehen, der angeboten hat, den Trend umzukehren. Doch Russland unterstreicht weiter seine eigenen Vorstellungen."

Beim Konflikt zwischen Russland und der EU geht es vor allem um den inhaftierten Oppositionspolitiker Alexej Nawalny. Nach der Annexion der zur Ukraine gehörenden Krim hatte Brüssel 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt, über weitere Schritte wegen Nawalny beraten die EU-Außenminister am 22. Februar.

Journalist • Kirsten Ripper

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