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1812 gefallen: Ein Grab für russische und französische Soldaten

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Begräbniszeremonie bei Wjasma
Begräbniszeremonie bei Wjasma   -   Copyright  DIMITAR DILKOFF/AFP or licensors
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Die sterblichen Überreste französischer und russischer Soldaten, die während Napoleons verheerendem Rückzug aus Russland im Jahr 1812 ums Leben kamen, sind bei einer gemeinsamen Zeremonie in der Nähe der Stadt Wjasma beigesetzt worden.

Ein seltener Moment französisch-russischer Einigkeit im Jahr des zweihundertsten Todestages Napoleons.

Bei Schnee und eisigen Temperaturen wurden acht Särge mit den Überresten von rund 120 Leichen zu Grabe getragen, unter dem Klang von Militärmusik und Kanonenfeuer.

Rund einhundert Statisten in historischen Kostümen waren anwesend, ebenso Nachfahren von Armeeangehörigen der napoleonischen Ära. Zudem wurde eine Erinnerungstafel enthüllt.

Die Soldatenleichen waren im Jahr 2019 bei Bauarbeiten zwischen Smolensk und Moskau entdeckt worden.

Zunächst wurde von einem Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegangen, doch forensische Untersuchungen ergaben, dass es sich um Opfer der Schlacht bei Wjasma handelte, einer der blutigsten nach der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug.