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Renault mit Rekordverlust von 8 Milliarden Euro

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Renault mit Rekordverlust von 8 Milliarden Euro
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Der französische Autobauer Renault hat im Jahr 2020 einen Rekordverlust von 8 Milliarden Euro eingefahren.

Dieser historische Verlust ergibt sich vor allem wegen tiefroter Zahlen beim japanischen Partner Nissan, an dem Renault zu 43 Prozent beteiligt ist. Er hat das Konzernergebnis mit 4,9 Mrd. Euro belastet. Die Verhaftung von Carlos Ghosn 2018, der früher die Allianz zwischen Renault und Nissan führte, hatte die Autobauer in Turbulenzen gestützt.

Der Konzern war bereits 2019 in der Verlustzone, musste aber 2020 einen herben Rückschlag wegen der Pandemiebekämpfung hinnehmen, die auch den japanischen Partner Nissan traf. Renault hatte bereits im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 15 000 Stellen angekündigt. Der Konzernumsatz sank 2020 um 21,7 Prozent auf 43,47 Milliarden Euro. Der Milliardenverlust ist nach Angaben aus dem Unternehmen beispiellos. 2019 betrug der auf den Konzern entfallene Verlust noch 141 Millionen Euro.

Konzernchef Luca de Meo kündigte neue Budgetkürzungen, aber keine neuen Entlassungen an. De Meo sagte vor Journalisten, dass Renault und Nissan in den kommenden Wochen oder Monaten neue gemeinsame Produkte vorstellen werden.

Die PKW-Verkäufe in der EU sind 2020 insgesamt um 23,7% zurückgegangen - auf 9,9 Millionen Fahrzeuge, das sind 3 Millionen weniger als 2019. Die Pkw-Neuzulassungen sanken im Januar 2021 um 24,0 Prozent von 956.447 Zulassungen im Januar 2020 auf 726.491 Zulassungen und markieren den bisher niedrigsten Januarwert. Dabei gab es für die Volkswagen Gruppe 26 Prozent weniger und für die Renault Gruppe 21,6 Prozent weniger Neuzulassungen.

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Die Pkw-Neuzulassungen sanken im Januar 2021 um 24,0 Prozent.Euronews

Nach einem Jahr, in dem die Autoverkäufe den stärksten Rückgang aller Zeiten verzeichneten, prognostiziert der Verband der europäischen Automobilhersteller für 2021 eine erste Erholung - er erwartet einen Anstieg der Verkäufe um etwa 10 %.