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Missbrauch in der Kirche: Das heikle Thema der Bischofskonferenz

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Von Euronews
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Kardinal Rainer Woelki (rechts) bei einer Messe im Kölner Dom
Kardinal Rainer Woelki (rechts) bei einer Messe im Kölner Dom   -   Copyright  Martin Meissner/AP Photo
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Die deutsche katholische Bischofskonferenz trifft sich ab heute zur Frühjahrsvollversammlung. Wegen der Corona-Pandemie findet die Synode online statt.

Krise im Erzbistum Köln und Kritik an Woelki

Überschattet wird das Treffen von der schweren Vertrauenskrise im Erzbistum Köln. Der dortige Kardinal Rainer Maria Woelki hält noch immer ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester unter Verschluss. Als Grund nennt der 64-Jährige rechtliche Bedenken.

Laut dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig sei dies eine schwere Belastung insbesondere für die Betroffenen. Woelki habe bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen zunächst sehr hohe Erwartungen geweckt und diese dann mehrfach enttäuscht.

Welle von Kirchenaustritten

Auf dem dreitägigen digitalen Treffen beraten sich die 68 Bischöfe unter anderem über Reformen und die Konsequenzen aus der Missbrauchs-Studie. Zwischenzeitlich waren so viele Mitglieder aus der Katholischen Kirche ausgetreten, dass sogar die zuständigen Server abstürzten.