Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Schinas: Impfzertifikat kommt zwischen 17. Mai und 1. Juni

euronews_icons_loading
Schinas: Impfzertifikat kommt zwischen 17. Mai und 1. Juni
Copyright  Margaritis Schinas, Vicepresident of the European Commission
Schriftgrösse Aa Aa

Das künftige Impfzertifikat wird nur Impfstoffe aufnehmen, die von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen wurden. Doch was ist mit Reisenden etwa aus Ungarn, die das russische oder chinesische Impfpräparat bekommen haben? Euronews fragte den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas.

Schinas: "Diejenigen wenigen Mitgliedsstaaten, die von der EMA nicht zugelassene Präparate eingesetzt haben, können dies in ihren Zertifikaten sichtbar machen. Es wird dann von den Zielländern abhängen, ob diese akzeptiert werden.

Doch gegen eine solche Akzeptanz ist nichts einzuwenden. Dazu gibt es alternativ immer noch zwei weitere Kästchen im Zertifikat, nämlich Covid-Genesung und PCR-Test."

Unterdessen drohte die Kommissionspräsidentin mit einem Exportverbot von Impfstoffen, sollte die EU nicht ihren fairen Anteil bekommen.

Schinas: "Ich denke nicht, dass die Präsidentin das als Exportverbot präsentiert hat. Vielmehr ist es eine Initiative zur Gegenseitigkeit, die im Zusammenhang mit unserem Exportgenehmigungsverfahren gesehen werden muss. Es ist bekannt, dass aus den USA und Großbritannien null Impfdosen in die EU exportiert wurden.

Wir denken, es ist sinnvoll, Erkenntnisse zu teilen, was wir bereits mit dem Exportgenehmigungsverfahren getan haben. Es handelt sich also nicht um ein Verbot. Ich würde es eher als Anreiz zu einer internationalen Zusammenarbeit verstanden wissen."

Schinas sprach sich für eine rasche Anerkennung der Impfzertifikate durch die Mitgliedsstaaten aus, so dass das Dokument für die Sommerferien bereit steht.

Schinas: "Die Sommersaison startet am 1. Juni, und wir haben ein weiteres Datum, nämlich den 17. Mai, wenn unsere britischen Freunde die internationale Reisetätigkeit wieder aufnehmen wollen. Ich denke, dies ist eine realistische zeitliche Zielvorgabe."

Das Interview führte Efi Koutsokostas.