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Kraftwerksprengung in Lünen

In Lünen im Kreis Unna fand die bisher größte Gebäudesprengung des Jahres statt. Insgesamt drei Bauwerke eines stillgelegten Kohlekraftwerks wurden dem Erdboden gleichgemacht. Am frühen Morgen war das Gelände evakuiert und weiträumig für den Verkehr gesperrt worden.

420 Kilo Dynamit im Einsatz

Der 110 Meter hohe Kühlturm sollte in sich zusammensacken, das Kesselhaus einfach zur Seite kippen. Nur der 250 Meter hohe Schornstein sollte nicht in einem Stück fallen, sondern zunächst auf etwa 140 Meter Höhe gekappt werden, fast zeitgleich sollte der Sockel gesprengt werden. Die Abbruchfirma hatte insgesamt 2.100 Bohrungen angebracht und mit 420 Kilo Sprengstoff gefüllt.

180.000 Tonnen Bauschutt

Bis die Trümmer entsorgt sind, wird es voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. 40 Großbagger und Maschinen kommen zum Einsatz, 100 Prozent des Bauschutts und Schrotts werden recycled und vor Ort wiederverwendet.