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Veganes Fell aus Hanf

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Veganes Fell aus Hanf
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Widerstand gegen Tiermorde für Mode: immer mehr Luxusmodemarken verzichten auf Echtpelz, doch Ausnahmen gibt es weiter- wie die französische Modemarke Yves Saint Laurent, Aktivisten von PETA haben gerade vor der Pariser Boutique des Labels protestiert.

Eine Lösung für ökologischen Pelz ist Hanf. Aus dem natürlichen Rohstoff kann ein nachhaltiger Kunstpelz hergestellt werden, der im Gegensatz zum synthetischen Kunstpelz nicht aus Erdölderivaten hergestellt wird und deswegen eine wesentlich bessere Ökobilanz hat.

Eine ukrainischen Modemarke nutzt das Hanf-Fell, erklärt Oksana Devoe, die Geschäftsführerin von DevoHome: "Wie unterscheidet es sich von Kunstpelz? Ganz einfach, das Fell wird nur aus Pflanzen hergestellt und ist biologisch abbaubar. Sogar der Untergrund ist aus Baumwolle. Sie können es einfach in der Erde vergraben, und es wird ziemlich bald von selbst biologisch abgebaut sein."

Veganes Fell- eine gute Alternative für Tierpelz, auch für die Schneiderin Halyna Zeldych: "Das Fell fühlt sich wirklich gut an in meinen Händen. Es verursacht keine Allergien beim Schneiden und Nähen im Vergleich zur Arbeit mit synthetischen Textilien. Es hat also viele Vorteile. Und hat auch eine eigene Ästhetik, die Freude an der Arbeit mit diesem Textil bringt.

Nachhaltiger Chic auf dem Laufsteg ist der neue Trend erklärt die Kommunikations-Chefin der Ukrainer Fashion Week Daria Marusyk: "Tatsächlich geht der globale Trend hin zur "Circular Fashion", Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Es geht darum, Ressourcen so oft wie möglich zu nutzen. Und Hanf hat genau die Eigenschaften für eine Kreislaufwirtschaft, diese kann bei seiner Produktion umgesetzt werden."

Die umweltfreundliche Hanfkollektion von DevoHome hat bei der Fashion Week in der Ukraine im Oktober für Furore gesorgt. Die kuscheligen Jacken halten auch schön warm- denn Hanffasern haben einen weiteren Vorteil: sie sind innen hohl und schützen sehr gut vor Kälte.

Das Hanffell fühlt sich glatt an, ist ein warmes und zähes Material. Und im Gegensatz zu Kunstpelz ist natürliches Hanffell auch keine potenzielle Quelle für Mikroplastik.

Hanf ist ein wahres Multitalent, man kann den nachhaltigen Rohstoff für Papierherstellung, Kosmetika oder sogar Möbel und Baumaterialen nutzen. Und außerdem ist Hanf leicht anzubauen, Pestizide braucht es nicht. Hanf benötigt 75% weniger Wasser als Baumwolle und absorbiert dabei viermal mehr CO2.

Mit so vielen Vorteilen hat Hanf sicher das Potenzial, tierisches oder synthetisches Fell in Zukunft vollständig zu ersetzen.