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Spionage-Skandal: Nationale Sicherheit war - nicht nur in Italien - in Gefahr

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Die russische Botschaft in Rom. Hier hatte einer der Verdächtigen gearbeitet
Die russische Botschaft in Rom. Hier hatte einer der Verdächtigen gearbeitet   -   Copyright  Alessandra Tarantino/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Italienische Behörden haben einen handfesten Spionage-Skandal aufgedeckt. Im Zuge der Ermittlungen wurden ein russischer Militärangehöriger, der in der russischen Botschaft in Rom arbeitet, und ein italienischer Marine-Kapitän festgesetzt.

Die Verdächtigen seien bei der Übergabe von Dokumenten in der Nähe der Hauptstadt gefasst worden, erklärte die römische Polizei. Die russische Botschaft bestätigte die Festnahme eines Mitarbeiters des russischen Militärattachees.

Der italienischenAußenminister Luigi di Maio sprach von einem schwerwiegenden feindlichen Akt. Zwei Offizielle der russischen Botschaft seien des Landes verwiesen worden. Über Facebook erklärte Di Maio: "Anlässlich der Vorladung des russischen Botschafters in Italien haben wir diesem den entschiedenen Protest der italienischen Regierung übermittelt und die sofortige Ausweisung der beiden in diese sehr ernste Affäre verwickelten russischen Offiziellen mitgeteilt."

Di Maio bedankte sich beim Geheimdienst und bei allen Staatsapparaten. Sie sorgten jeden Tag für die Sicherheit Italiens.

Keine Gegenreaktion aus Moskau

Das russische Außenministerium bedauerte die Ausweisung der beiden Botschaftsmitarbeiter. Man werde sich über mögliche Schritte zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Italienischen Medienberichten zufolge soll es sich bei den fraglichen Dokumenten um Informationen aus dem Bereich der militärischen Kommunikation handeln. Die Zeitung _Corriere della Sera schrieb,_ dass die Dokumente streng geheime Nato-Unterlagen beinhaltet haben. Die Übermittlung der Informationen hätte nicht nur die nationale Sicherheit Italiens, sondern auch die Sichherheit anderer Länder gefährden können.