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Hoffnung nach Corona-Testkonzert

Von Julika Herzog mit dpa
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Hoffnung nach Corona-Testkonzert
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Gute Nachricht für Musikfans: Einen Monat nach einem großen Corona-Testkonzert der Indie-Popband "Love of Lesbian" mit knapp 4600 Fans in Barcelona ziehen die Wissenschaftler, die das Experiment begleitet haben, eine positive Bilanz.

Sechs Besucher wurden in den Tagen danach positiv getestet, vier hatten sich nachweislich woanders angesteckt, nur bei zwei Fällen konnte der Ort der Infektion nicht zweifelsfrei ermittelt werden.

"Es war auf keinen Fall ein 'Superspreading-Event'" so ein der an der Studie beteiligte Infektionsspezialist Josep Maria Llibre von der Universitätsklinik Germans Trias i Pujol.

"Es gab nur wenige Fälle und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Übertragung während des Konzerts stattgefunden hat. Die Inzidenzrate unter den Teilnehmern beträgt 131, die Rate der Vergleichsgruppe liegt bei 260. Die Vergleichsgruppe kommt aus der selben Stadt, Barcelona, alle - Teilnehmer für Teilnehmer - haben dasselbe Alter und alle wurden in derselben Woche getestet.

Vor und während des Konzerts in der für bis zu 24 000 Gäste ausgelegten Mehrzweckhalle «Palau de Sant Jordi» galten strenge Schutzmaßnahmen. Alle Besucher mussten am Vormittag in eigens eingerichteten Testzentren einen Schnelltest machen. Eingelassen wurden nur negativ getestete Personen im Alter zwischen 18 und 65Jahren.

Beim Eintritt wurde ihre Körpertemperatur gemessen und FFP2-Masken verteilt, die während des Konzerts zu tragen waren. Nach Angaben der Veranstalter wurde außerdem für eine besonders starke Belüftung gesorgt.

Der Organisator des Konzerts, Jordi Herreruela, zeigte sich sehr erleichtert und sagte, es gebe nun für die von der Pandemie schwer gebeutelten Showveranstalter «ein Licht am Ende des Tunnels».