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"Zusammen sind wir stärker" - Unabhängigkeit bestimmt schottischen Wahlkampf

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Unabhängigkeitsbefürworter und -gegner demonstrierten am Samstag in Glasgow
Unabhängigkeitsbefürworter und -gegner demonstrierten am Samstag in Glasgow   -   Copyright  via AP video
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Fünf Tage vor der Parlamentswahl in Schottland haben in Glasgow Hunderte Gegner und Befürworter einer Unabhängigkeit des Landes demonstriert.

Für ihre Positionen machen beide Seiten in erster Linie den Umgang der Regierung in London mit der Pandemie geltend. Aber auch die Folgen des Brexit spielen eine Rolle bei der Meinungsbildung.

Bob Glenn beteiligte sich an dem Demonstrationszug der Unabhängigkeitsbefürworter: "Also, wenn das schottische Parlament sagen würde, wir wollen die schottische Grenze schließen, weil die Corona-Zahlen in Schottland besser sind als in England und auch besser als in vielen anderen Ländern, dann können wir das nicht tun, weil wir nicht die Befugnisse der Unabhängigkeit haben."

Kritiker einer schottischen Unabhängigkeit sind dagegen eher überzeugt, die Folgen einer solch schweren Gesundheitskrise als Teil eines Verbunds besser abfedern zu können.

Zu ihnen gehört auch die Demonstrantin und Wirtschaftswissenschaftlerin SJ Brown: "Wegen der katastrophalen Auswirkungen der Pandemie glaube ich nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt für Schottland ist, sich vom Vereinigten Königreich abzuspalten. Ich glaube einfach, dass wir zusammen stärker sind - die Union kann viel besser zusammenarbeiten."

Schottlands Erste Ministerin Nicola Sturgeon hat am 26. April Pubs, Geschäfte und Restaurants öffnen lassen, zwei Wochen nachdem der britische Premierminister Boris Johnson die Beschränkungen in England gelockert hat.

Die Menschen in Schottland dürfen andere Teile des Vereinigten Königreichs jetzt auch ohne triftigen Grund wieder besuchen.