Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Vergeltungschläge auf Gaza: Blutvergießen geht weiter

euronews_icons_loading
Vergeltungschläge auf Gaza: Blutvergießen geht weiter
Copyright  Adel Hana/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben hunderte Ziele im Gazastreifen attackiert. Dies kommt als Vergeltung für etwa 1000 Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert waren. Auf beiden Seiten gab es Todesopfer.

Hamas-Anführer Ismail Haniye gab erneut Israel die Schuld an der Eskalation.

Haniye sagte: "Wenn Israel die Lage eskalieren will, sind wir bereit. Wenn Israel aufhört, sind wir auch bereit. Wenn sie Jerusalem loslassen, sind wir auch bereit."

Das Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Zahl der Toten auf insgesamt 56.

Bei erneut intensivem Raketenbeschuss durch militante Palästinenser aus Gaza wurden am Abend in Israel mehrere Menschen verletzt.

Die Gewalt schwappte auch auf arabische Ortschaften im israelischen Kernland über. In der Stadt Lod bei Tel Aviv, in der Juden und Araber gemeinsam leben, kam es am Dienstagabend zu schweren Ausschreitungen. Nach Medienberichten schändeten arabische Einwohner eine Synagoge und setzten sie in Brand.

Der israelische Präsident Reuven Rivlin sagte: "Der Anblick des Pogroms in Lod und die Unruhen im ganzen Land durch einen aufgeregten und blutrünstigen arabischen Mob, der Menschen verletzt, Eigentum beschädigt und sogar heilige jüdische Orte angreift, ist unverzeihlich."

Europäische Länder des UN-Sicherheitsrats forderten ein Ende der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern. Auch die US-Regierung zeigte sich zutiefst besorgt.

Der Friedensprozess existiert so gut wie nicht mehr. Es ist sieben Jahre her, dass beide Seiten offziell verhandelten.