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Schwere Unwetter im Osten Russlands und in Osteuropa

Von Euronews mit dpa
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Schwere Unwetter im Osten Russlands und in Osteuropa
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Im äußersten Osten Russlands haben mehrere Gebiete mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen. Betroffen sind vor allem viele Dörfer entlang des Flusses Amur nahe der Stadt Blagoweschtschensk an der Grenze zu China. Hunderte Menschen seien bereits in Sicherheit gebracht worden, teilten die Behörden am Samstag mit. Videos zeigten, wie Rettungskräfte in Schlauchbooten durch überflutete Straßen fuhren und Hunde, Katzen sowie Kälber vorm Ertrinken retteten. Mehrere Dörfer waren demnach ohne Strom.

Die Behörden rechnen mit weiter steigenden Pegeln. Hunderte Freiwillige füllten den Angaben zufolge Sandsäcke und stapelten sie entlang der Ufer des Amur. Zudem werden weitere Notunterkünfte in Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Gebäuden eingerichtet. Außerdem wurden Mahlzeiten für die geretteten Menschen organisiert.

Tschechische Republik

Nach dem verheerenden Tornado im Südosten Tschechiens haben die Aufräumarbeiten begonnen. Soldaten und Feuerwehrleute räumten am Samstag unter anderem Autos weg, die der Wirbelsturm umhergeworfen hatte. Statiker prüften, welche Gebäude wegen Einsturzgefahr abgerissen werden müssen. Verschüttete wurden nicht mehr unter den Trümmern vermutet.

Bei dem Unwetter am Donnerstag waren fünf Menschen ums Leben gekommen und rund 200 verletzt worden. Unter den Toten ist nach einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Tschechien auch eine schwangere Frau aus dem Nachbarland Slowakei, deren ungeborenes Kind ebenfalls starb.

In sieben Ortschaften in Südmähren wurden Hunderte Gebäude teils oder ganz zerstört. Nach Einschätzung des Wetterdienstes hinterließ der Tornado eine 500 Meter breite und 26 Kilometer lange Schneise der Verwüstung.

Das Ministerium für Regionalentwicklung kündigte an, umgerechnet 16 Millionen Euro an Soforthilfen für den Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Die Prager Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis will zudem Gelder aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragen, der nach großen Naturkatastrophen Hilfe leistet. Bei Hilfsorganisationen gingen zudem innerhalb von kürzester Zeit umgerechnet knapp sechs Millionen Euro von privaten Spendern für die Unwetteropfer ein.

Österreich

Hagelunwetter haben in Teilen Österreichs erneut schwere Schäden angerichtet. In Ober- und Niederösterreich sei allein in der Landwirtschaft ein Schaden von 28 Millionen Euro zu

beklagen, erklärte ein Sprecher der Hagelversicherung am Freitag.

26.000 Hektar - unter anderem Getreideflächen und Weinkulturen - sind zerstört worden. Tennisballgroße Hagelkörner zerstörten am Donnerstagabend obendrein Hunderte von Dächern und beschädigten zahlreiche Autos. Die Dächer seien regelrecht

durchlöchert worden, hieß es. Mehr als 1600 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Erst am Dienstag waren schwere Unwetter im Raum Salzburg und Oberösterreich niedergegangen. In den nächsten Tagen sind keine Gewitter mehr zu erwarten.

Ungarn

Über Ungarn zogen schwere Gewitter. Der Blitz schlug in einen Wald (bei Kiskunhalas 150 Kilometer südlich von Budapest) ein. Mehrere Bäume fingen Feuer, mehr als 1300 Quadratmeter Wald wurden durch das Feuer vernichtet.