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Beim Einsatz gegen Rebellen: Militärflugzeug mit 96 Insassen abgestürzt

Von Euronews mit DPA
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Foto von der Unglücksstelle
Foto von der Unglücksstelle   -   Copyright  AFP PHOTO / JOINT TASK FORCE-SULU (JTF-SULU)
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Beim Absturz eines Militärflugzeugs auf den Philippinen mit 96 Insassen an Bord sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen.

Rund 50 Insassen hätten das Unglück 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila überlebt, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana am Sonntag.

Neben 84 Passagieren befanden sich drei Piloten und fünf Crew-Mitglieder in der Maschine des Typs C-130. Die Maschine habe bei der Landung in Patikul auf der Insel Jolo die Landebahn verpasst, sagte Militärsprecher Cirilito Sobejana. Bei dem Versuch, wieder durchzustarten, sei sie abgestürzt.

"Wir tun unser Bestes, um die Passagiere zu retten", betonte Sobejana. Bei dem Unglück am Vormittag (Ortszeit) sei ein Feuer ausgebrochen. Die Geretteten seien sofort in ein Militärkrankenhaus auf Jolo gebracht worden.

Verteidigungsminister Delfin Lorenzana sagte, er habe eine umfassende Untersuchung angeordnet, um die Ursache für das Unglück zu klären, sobald die Rettungsoperation abgeschlossen sei.

Das Flugzeug war den Angaben zufolge in der der Nähe von Manila auf einem Luftwaffenstützpunkt gestartet und dann über Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao nach Jolo unterwegs. Sie transportierte "Armeepersonal, das sich zum Dienst meldete", so Lorenzana. Viele hatten Berichten zufolge gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und waren auf dem Weg zu ihrem ersten Einsatz.

Nach einem Bericht der Zeitung "Manila Bulletin" sollten die Soldaten den Kampf gegen Extremisten der Gruppe Abu Sayyaf in der Region Sulu auf Jolo unterstützen.

Das philippinische Militär kämpft im muslimischen Süden des Landes seit Jahrzehnten gegen die Organisation, die in der Region einen islamischen Gottesstaates errichten will.