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AstraZeneca: Vorwürfe gegen Macron

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Von Shona Murray
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AstraZeneca: Vorwürfe gegen Macron
Copyright  GABRIEL BOUYS/AFP
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Der Impfstoff von AstraZeneca - einst gepriesen als wirksame Waffe im Kampf gegen Covid, dazu billiger als andere Impfstoffe und praktischer zu handhaben.

Doch die Einführung wurde überschattet von Bedenken über extrem seltene Fälle von Blutgerinseln und einen vermurksten Vertrag mit der EU, was dazu führte, dass nur ein Bruchteil der ursprünglich versprochenen Dosen ausgegeben wurde.

Ein leitender Projektmanager bei Oxford-Astra Zeneca sagt, frühere negative Kommentare des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über den Impfstoff hätten zu weit reichender Impf-Skepsis geführt.

Die Kommentare Macrons seien im Gedächtnis geblieben, ganz egal ob sie wahr oder falsch gewesen seien, sagt Adam Ritchie vom Oxford-Jenner-Institut.

Wenn jemand in Macrons Position etwas von sich gebe, werde das nicht nur in seinem Land beachtet, sondern auch im Ausland. Er befürchte daher, dass dies die Impfzweifel angeheizt habe. Einen zugelassenen Impfstoff als unwirksam zu charakterisieren, basierend auf falscher Information, das schade nicht nur dem betroffenen Impfstoff, sondern allen Impfstoffen. Und das sei nicht gut in einer Pandemie.

In den vergangenen Wochen hat der französische Präsident aggressiv für Impfungen geworben und einen speziellen Impfpass eingeführt, der für den Zugang zu öffentlichen Plätzen und Transportmitteln notwendig ist.

Darauf buchten binnen zwei Tagen zwei Millionen Franzosen einen Impftermin. Doch weltweit gibt es Millionen, die impfskeptisch sind oder an Verschwörungstheorien glauben.

Die Vorstellung, es gebe eine Verschwörung oder die Impfstoffe seien nicht sicher, würden aber trotzdem ausgegeben, sei aberwitzing, so Ritchie. Dies werde vor allem von denjenigen so empfunden, die in Wissenschaft und Forschung arbeiteten. Alle, die an der Entwicklung von Impfstoffen arbeiteten, täten das, um der öffentlichen Gesundheit zu dienen.

Inzwischen erreichte die EU ihr Etappenziel, bis Ende Juli 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft zu haben. Doch weitere Anstrengungen sind notwendig.

Journalist • Stefan Grobe