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Bürgermeister biss in Goldmedaille: Olympionikin bekommt Ersatz

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Von Euronews mit dpa
Nagoyas Bürgermeister Takashi Kawamura, links, beißt in die olympische Goldmedaille von Miu Goto, rechts, vom japanischen Softball-Team, 04.08.2021
Nagoyas Bürgermeister Takashi Kawamura, links, beißt in die olympische Goldmedaille von Miu Goto, rechts, vom japanischen Softball-Team, 04.08.2021   -   Copyright  Kyodo News via AP
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Japans Olympiasiegerin Miu Goto bekommt eine neue Goldmedaille, nachdem der Bürgermeister ihrer Heimatstadt Nagoya ihre mit einem Zahnabdruck versehen hat. Bei einem Empfang im Rathaus von Nagoya hatte die Athletin Takashi Kawamura die Medaille um den Hals gehängt. Dieser biss dann vor laufenden Kameras in die Auszeichnung.

Die Aktion löste eine Welle der Empörung in Japan aus. Andere Olympioniken bezeichneten das Verhalten des Bürgermeisters als abstoßend und unhygienisch, gerade in Pandemiezeiten bei geltenden Corona-Regeln. Yuki Ota, Japans erster Olympia-Sieger im Fechten war entrüstet: "Erstens fehlt ihm der Respekt vor den Athleten, die sich im Rahmen der Anti-Infektions-Maßnahmen ihre Medaillen um den Hals legen oder ihre Teamkollegen dazu auffordern mussten. Und jetzt beißt er in die Medaille? Das ist für mich unfassbar".

Japans Autobauer Toyota, bei dessen Softballmannschaft Goto trainiert, beschwerte sich ebenfalls in einem Brief beim Bürgermeister.

Kawamura hat sich inzwischen für den Vorfall entschuldigt. Das Olympische Komitee hat versprochen, der Athletin eine neue Medaille zukommen zu lassen.