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Booster-Kampagne: Wichtige Auffrischungsimpfung oder übertrieben?

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Von Andrea Büring
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Booster-Kampagne: Wichtige Auffrischungsimpfung oder übertrieben?
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Mehrere europäische Länder haben mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen. In Deutschland sind mehrere Bundesländer dabei, obwohl die Ständige Impfkommission dazu keine Empfehlung gibt. Die dritte Impfung wird zunächst alten Menschen und Chronisch-Kranken angeboten.

Eine Auffrischung, die in Baden Württemberg bei manchen Betroffenen herbeigesehnt wurde. "Meine Frau hat ganz wenig Antikörper entwickelt. D.h. es ist ganz dringend erforderlich, dass man was tut," meint ein besogter Angehöriger.

WHO warnt vor Ungleichgewicht

Eine dritte Impfung für reiche Industriestaaten, während in ärmeren Ländern erst ein Bruchtal der Bevölkerung einmal geimpft ist - für den WHO-Generaldirektor eine inakzeptable Schieflage.

Manche Staaten starten Auffrischungsprogramme für bereits doppelt Geimpfte, während Millionen Menschen auf der Welt noch nicht mal die erste Dosis erhalten haben. Deshalb fordere, die Auffrischungen bis mindestens zum Monatsende auszusetzen, damit die Länder, die weit zurückliegen, aufholen können.
Tedros Adhanom Ghebreyesus
WHO-Generaldirektor

Ungeachtet dessen werden auch in Frankreich und der Alpenrepublik bereits Booster-Programme angeboten.

In Frankreich haben bereits mehr als 140.000 Menschen die dreitte Impfung erhalten. In Niederösterreich startete diese Woche die landesweite Impfkampagne in einem Altenheim.

Die niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zieht eine positive Bilanz.

Am Anfang Dezember sind wir in den Häusern gelegen bei in etwa 400 infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern. Und jetzt sind wir, nachdem die Impfung wirklich gut um sich gegriffen hat mit hoher Freiwilligkeit und hoher Akzeptanz, bei immer nur einstelligen - "nur", also jeder einzelne ist natürlich ein Fall, den wir gar nicht haben wollen, aber es ist immer nur eine einstellige Zahl.
Christiane Teschl-Hofmeister
Landesrätin

Eine dritte Dosis wird mindestens ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung empfohlen.