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Bei Rettungsübung abgestürzt: Russischer Minister Sinitschew (55) tot

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Von Euronews mit dpa
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Bei Rettungsübung abgestürzt: Russischer Minister Sinitschew (55) tot
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Der russische Zivilschutzminister Jewgeni Sinitschew ist tot. Offiziellen Angaben zufolge ist der Politiker bei einem Rettungseinsatz zu Tode gekommen.

Sinitschew habe während einer Übung von Einsatzkräften einem anderen Menschen das Leben retten wollen, hieß von Seiten des Ministeriums. Dabei sei er, so wörtlich, “auf tragische Weise bei der Erfüllung seiner dienstlichen Pflicht” gestorben.

Unfall bei Rettungsübung

Nach Angaben der Chefredakteurin des staatlich finanzierten Nachrichtensenders RT, Margarita Simonyan, starb Sinitschew, als er versuchte, einen Kameramann, der ausgerutscht und ins Wasser gefallen war, zu retten. Der Nachrichtenseite RBC zufolge, die sich ihrerseits auf eine anonyme Quelle beruft, ist Sinitschew bei den Dreharbeiten zu einem Schulungsvideo des Ministeriums für Notfallsituationen ums Leben gekommen. Ein Mitglied des Filmteams sei vom Rand einer Klippe abgerutscht. Auch der Kameramann sei bei dem Vorfall gestorben.

Bei der zweitägigen Übung, an der insgesamt rund 6000 Rettungskräfte teilnahmen, sollte, nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen, unter anderem die Bergung von Menschen aus der Arktis trainiert werden.

KGB-Offizier und Putin-Leibwächter

Sinitschew wurde 55 Jahre alt. Seine Karriere startete er als KGB-Offizier in den Achtzigerjahren. Danach arbeitete er für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Von 2006 bis 2015 war er für den Personenschutz von Präsient Wladimir Putin zuständig. Seit 2018 leitete er das Zivilschutzministerium.