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"Scheitern ist ein Todesurteil" - Was folgt den markigen COP26-Worten?

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Von Euronews mit dpa, AP
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Boris Johnson und Antonio Guterres auf der COP26-Bühne in Glasgow
Boris Johnson und Antonio Guterres auf der COP26-Bühne in Glasgow   -   Copyright  Christopher Furlong/ AP PHOTO

Mit Ansprachen führender Politiker hat die Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow Fahrt aufgenommen. 

Der britische Premierminister Boris Johnson appellierte als Gastgeber an die Weltgemeinschaft, schnell und ehrgeizig zu handeln, um eine Klimakatastrophe abzuwenden. 

COP26 müsse diese Bombe entschärfen, forderte Johnson. Industriestaaten müssten Veratwortung übernehmen und Entwicklungsländern beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen unter die Arme greifen. Von den zugesagten 100 Milliarden Dollar pro Jahr für unterentwickelte Länder sind erst 80 Milliarden geflossen. 

Dazu sagte Johnson: "200 Jahre lang waren sich die industriell geprägten Länder des Problems, das sie geschaffen haben, überhaupt nicht bewusst. Wir haben jetzt die Pflicht, folgende Mittel zu finden: 100 Milliarden Dollar pro Jahr, die in Paris bis 2020 versprochen wurden, die wir aber erst 2023 bereitstellen werden."

"Scheitern ist ein Todesurteil"

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte: "Selbst im günstigsten Fall werden die Temperaturen deutlich über zwei Grad steigen. So sehr wir auch hoffen und die Klimakonferenz herbeigesehnt haben, wir steuern immer noch auf eine Klimakatastrophe zu. Junge Menschen wissen das. Jedes Land erlebt es. Kleine Entwicklungsländer und andere gefährdete Länder erleben es. Und für sie ist Versagen keine Option. Scheitern ist ein Todesurteil."

"Länder sind weit davon entfernt"

Auch der britische Thronfolger Prinz Charles präsentierte in Glasgow seine Ideen, die auf den privaten Wirtschaftssektor abzielen: "Wir brauchen eine groß angelegte Kampagne militärischer Art, um die Stärke des globalen Privatsektors zu bündeln. Mit Billionen, die weit über das globale Bruttoinlandsprodukt hinausgehen und mit dem größten Respekt von führenden Regierungen der Welt, bietet der Privatsektor die einzige reale Chance, einen grundlegenden wirtschaftlichen Wandel zu erreichen."In den kommenden zwei Wochen wollen die teilnehmenden Staaten erörtern, wie sie das 2015 in Paris beschlossene Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad noch erreichen können. Gegenwärtig scheinen die Länder weit davon entfernt."

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon rief in Glasgow dazu auf, jungen Aktivistinnen und Aktivisten mehr Gehör zu schenken. 

In den kommenden zwei Wochen wollen die teilnehmenden Staaten erörtern, wie sie das 2015 in Paris beschlossene Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf bestenfalls 1,5 Grad noch erreichen können. Gegenwärtig scheinen die Länder weit davon entfernt.