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Vulkanausbruch auf La Palma: Ein neues Lavabett wächst am Strand in Los Guirres

Wissenschaftler machen Messungen an einem der Lavabetten, die der Vulkan bei dem Kontakt mit dem Meer gebildet hat.
Wissenschaftler machen Messungen an einem der Lavabetten, die der Vulkan bei dem Kontakt mit dem Meer gebildet hat. Copyright Taner Orribo/AP
Copyright Taner Orribo/AP
Von Alexandra Leistner
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Die Lava fließt derzeit über zwei Lavazungen den Berg hinab. Die anderen Zungen des Vulkans bewegen sich derzeit nicht weiter.

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Nachdem Wissenschaftler:innen vor wenigen Tagen noch vorsichtig optimistisch waren, dass sich ein Ende des Ausbruchs abzeichnen könnte, beobachten die Behörden auf La Palma weiter eruptive Aktivitäten.

Nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts IGN wurden seit Donnerstag 26 Erschütterungen gemessen. Das sind weniger als an den Vortagen. Die Rauchsäule wurde anhand von Bildern auf 2.900 Meter über dem Meeresspiegel geschätzt.

Zuvor war befürchtet worden, dass die Erschütterungen stärker und für die Bewohner:innen dann auch deutlich spürbar werden könnten. Am Donnerstagmorgen war ein Beben der Stärke V auf der Richterskala gemessen worden.

Am Donnerstag fing die spanische Marine damit an, Landwirt:innen per Boot zu ihren von Lava abgetrennten Bananenplantagen zu bringen. Schiffe brachten sie von Tansacorte im westlichen Teil der Inseln nach Puerto Naos, wo viele Plantagen sind.

Zudem werden mit mobilen Entsalzungsanlagen Bananenplantagen in Gewächshäusern bewässert, da zahlreiche Bewässerungssysteme durch die Lavaströme zerstört wurden.

Viele Landwirt:innen müssen um ihre Existenz bangen. Die Industrie auf der Insel hat regionalen Behörden zufolge bereits einen Schaden von rund 116 Millionen Euro verzeichnet.

Zuvor hatte ein neuer Lavastrom das Meer in Los Guirres erreicht und den Strand zu großen Teilen unter sich begraben und heftige Rauchschwaden gebildet. Die Lava näherte sich zudem einer Strandbar. Das Lavabett wächst stetig.

Mehr als 1000 Hektar Land sind unter der Lava mittlerweile begraben, mehr als 7.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Verletzte gab es bisher nicht.

Zahlreiche Tourist:innen werden von dem Naturschauspiel angezogen. Teilweise werden ganze Reisegruppen per Bus zu Aussichtspunkten gebracht, an denen der Krater oder der hellrote Lavastrom besonders gut zu beobachten ist.

"Es ist unmöglich, bei einem solchen Naturschauspiel nicht ins Staunen zu geraten. Trotz des Leids und der Schäden, die diese lange Eruption verursacht hat, ist die gesamte Insel #LaPalma auf diese Weise entstanden. Der schönste Wasserfall der Welt", schreiben die auf Erdbeben spezialisierten Experten von "Il Mondo dei Terremonti" auf Twitter.

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