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Olympia 2022: Auch Kanada und Großbritannien mit diplomatischem Boykott - China reagiert gelassen

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Von euronews
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Sport im Schatten der Ringe: Auch ein politisches Streitthema
Sport im Schatten der Ringe: Auch ein politisches Streitthema   -   Copyright  Mark Schiefelbein/ The Associated Press

Die britische, die neuseeländische und die kanadische Regierung haben sich dem diplomatischen Boykott der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Peking angeschlossen. Die Länder beklagen unter anderem Menschenrechtsverletzungen im Autonomiegebiet Xinjiang.

Trudeau: Entscheidung kann China nicht überraschen

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sagte: „Ich glaube nicht, dass Kanada und viele andere Länder entschieden haben, keine diplomatischen Vertretungen zu den Olympischen und Paralympischen Spielen nach Peking zu schicken, China überrascht. Wir waren in den vergangenen Jahren sehr deutlich, was unsere großen Sorgen angesichts von Menschenrechtsverletzungen betrifft."

Auch der australische Premierminister Scott Morrison kündigte an, dass seine Regierung nicht in Peking vertreten sein wird.

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China: „Es berührt niemand, ob sie kommen oder nicht"

Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, antwortete: „China hat keine Offiziellen der australischen Regierung zu den Winterspielen eingeladen. Es berührt niemand, ob sie kommen oder nicht. Das australische Werben für eigene politische Interessen hat keinerlei Einfluss auf einen erfolgreichen Ablauf der Olympischen Spiele."

Das Internationale Olympische Komitee hält sich nach Angaben von Präsident Thomas Bach aus den politischen Auseinandersetzungen heraus. „Das Vorortsein von Regierungsoffiziellen ist eine rein politische Entscheidung ein jeder Regierung. Auch in Bezug auf diese politische Entscheidung kommt der IOC-Grundsatz der politischen Neutralität zur Anwendung“, so Bach.

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Kanzler Scholz ohne eindeutige Antwort

Der neue deutsche Kanzler Olaf Scholz äußerte sich bisher nicht eindeutig zu einem möglichen Peking-Boykott der neuen Bundesregierung. Alle Maßnahmen müssten sorgfältig abgewogen werden, so Scholz.