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Russland verhindert UN-Klima-Resolution

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Von Julika Herzog  mit dpa
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Russland verhindert UN-Klima-Resolution
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Russland hat einen UN-Beschluss zu Klimaeinflüssen verhindert. Wegen des russischen Vetos konnte sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf eine über Jahre erarbeitete Resolution zu den Einflüssen der Klimakrise auf die weltweite Sicherheit einigen.

Russland: "politisiert wissenschaftliche und wirtschaftliche Fragen"

Laut Russland politisiere der von Irland und Niger vorgelegte Text wissenschaftliche und wirtschaftliche Fragen.

Die Positionierung des Klimawandels als Bedrohung der internationalen Sicherheit lenkt die Aufmerksamkeit des Rates von den wirklich tief verwurzelten Konfliktursachen in den Ländern ab, die auf der Tagesordnung des Rates stehen
Wassili Nebensja
Russlands UN-Botschafter

Deshalb könne Moskau den Beschluss nicht unterstützen.

Auch Indien, das kein Vetorecht besitzt, stimmte gegen den Text. China enthielt sich. Die übrigen zwölf Länder des Rates stimmten dafür.

Erste UN-Resolution zu Zusammenhang zwischen Klimawandel und Krisen und Konflikten

Es wäre die erste Resolution des mächtigsten UN-Gremiums gewesen, die die Klimakrise in Zusammenhang mit Konflikten und Krisen gebracht hätte.

Der Text sieht unter anderem eine Art Frühwarnsystem für durch den Klimawandel verursachte Spannungen vor. Die Beobachtung keimender Konflikte und Präventivmaßnahmen zu ihrer Verhinderung hätten dem Entwurf zufolge ebenso verbessert werden sollen.

Auch Deutschland hatte 2020 schon an einer ähnlichen Resolution gearbeitet, sie wegen des Widerstandes aus Russland aber nicht zur Abstimmung gestellt.