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"Gerettete Leben sind wichtiger als leckeres Essen"

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Von Euronews  mit dpa, AP
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"Gerettete Leben sind wichtiger als leckeres Essen"
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Die Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft scheinen Wirkung zu zeigen. Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine ziehen sich immer mehr Unternehmen aus Russland zurück, allerdings meist erst nach öffentlichem Druck.

Mit McDonald's, Starbucks, Coca-Cola und Pepsi meldeten sich gleich vier traditionsreiche Marken ab. Heute zieht unter anderem Burger King nach. Die Kritik an Unternehmen, die sich (noch) nicht zurückziehen wollten, nahm zuletzt stark zu. Es gab Boykottaufrufe. Dann ging es ganz schnell und einer nach dem anderen verabschiedete sich vom russischen Markt.

Russen müssen ihre Konsumgewohnheiten ändern

Lange Gesichter in Moskau, hier müssen jetzt viele ihre Konsumgewohnheiten ändern. "Ich kann nicht sagen, dass ich es wirklich bedauere - es wird einen anderen Kaffee geben. Es ist traurig zu sehen, was in dem Land passiert, aber wir werden es schon durchstehen", sagt die 42-jährige Managerin Svetlana Isayeva.

Der Kreml beschuldigt die USA und ihre Verbündeten, einen Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen. Ein Mann, ebenfalls in der Metropole Moskau, meint: "Niemand will, dass die Unternehmen weggehen, aber dann sollen sie eben gehen, dann wird es mehr russische Unternehmer hier geben."

"Mir macht es nichts aus, dass McDonald's schließt, ich finde, dass gerettete Leben viel wichtiger sind als leckeres Essen", so der Student Stanislav Logvinov.

Russische Staatsschulden fast auf "Ramsch"-Status

Russische Staatsschulden sind fast auf "Ramsch"-Status herabgestuft - die Kategorie von Ländern, bei denen die Gefahr besteht, dass sie ihre Schulden nicht zurückzahlen können.

Glaubt man der Ratingagentur Fitch, steht Russland unmittelbar vor der Staatspleite. Immer mehr multinationale Unternehmen ziehen sich aus Russland zurück oder schließen vorübergehend. Nestle und Heineken haben sich McDonald's und Starbucks angeschlossen.