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Steigende Preise und leere Regale: Versorgungskrise durch Ukraine-Krieg

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Von Euronews  mit dpa, afp, ap
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Steigende Preise und leere Regale: Versorgungskrise durch Ukraine-Krieg
Copyright  Efrem Lukatsky/AP

Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wird Getreide zum immer kostbareren Gut. Denn die Ukraine und Russland erzeugten bisher fast ein Drittel der weltweiten Weizenexporte. Auch ganze 75 Prozent der Sonnenblumenölexporte gingen auf ihr Konto.

Zerstörte Häfen und Anbauflächen

Die Folge: Steigende Preise und leere Supermarktregale. Und der Höhepunkt der Versorgungskrise steht erst noch bevor. Laut dem ukrainischen Agrarminister Roman Leshchenko wird die Aussaatfläche der Sommersaaten dieses Jahr durch den Krieg mehr als halbiert.

Hinzu kommt: "Die wichtigsten Kanäle für den Export von Getreide und anderen Lebensmitteln waren unsere Seehäfen. Jetzt sind sie entweder beschädigt oder vollständig zerstört", erklärt Roman Leshchenko." Erst vor Kurzem wurde der Getreidehafen von Mikolajiw durch russische Bomben verwüstet. Wir hatten dort ein riesiges Lager, alles wurde zerstört."

Die Weizenpreise haben Rekordhöhen erreicht, ebenso wie der Preis für Raps- und Sonnenblumenöl. Die EU will mit Beihilfen für Agrarkonzerne und angepassten Umweltauflagen für Landwirtschaftsbetriebe gegensteuern. Brüssel betont, an den Klimazielen wolle man aber festhalten.

Die Ärmsten trifft es am härtesten

Die Hauptlast der Preissteigerungen tragen die ärmeren Länder. Schon jetzt spitzt sich die Versorgungslage in Nordafrika und im Mittleren Osten wegen der großen Abhängigkeit von ukrainischem Getreide spürbar zu. Die Befürchtung ist groß, dass sich auch die Hungersnot im Jemen weiter verschärft.

Das Land ist die Hilfe des Welternährungsprogramms angewiesen. Doch die Spendenbereitschaft der Geberländer nimmt infolge des Krieges ab und die UNO-Organisation bezog bisher die Hälfte ihres Getreides aus der Ukraine.