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Ramadan 2022: Hohe Lebensmittelpreise drücken auf die Feststimmung

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Von euronews  mit dpa
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Betende in der Hagia Sophia in Istanbul.
Betende in der Hagia Sophia in Istanbul.   -   Copyright  YASIN AKGUL/AFP or licensors

Für die meisten der 1,9 Milliarden Muslime weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Gläubige Muslime verzichten nun einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang beispielsweise auf Essen Trinken und Rauchen. Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen sind vom Fastengebot ausgenommen. Der Ramadan beginnt traditionell am Tag nach der Sichtung der Mondsichel nach dem Neumond. Dies kann von Land zu Land leicht variieren. In Jordanien beginnt der Ramadan etwa erst am Sonntag.

In diesem Jahr verhageln vielen Muslimen steigende Lebensmittelpreise die Feierstimmung. Russland und die Ukraine sind für viele arabische Staaten wichtige Lieferanten für Weizen und Sonnenblumenöl. Wegen des Krieges in der Ukrainedrohen nun Engpässe. Vielerorts steigen deshalb bereits die Preise. Besonders deutlich spürbar ist dies in Afrika, wo es zuletzt in mehreren Ländern eine hohe Inflation gab. Afrika importiert jedes Jahr landwirtschaftliche Produkte im Wert von etwa 4 Milliarden US-Dollar aus Russland. 90 Prozent davon ist Weizen.

In der Türkei gab es schon am Freitagabend die ersten Ramadan-Gebete. Viele der rund 90 000 Moscheen im Land zieren feierliche Sprüche in Leuchtschrift zum heiligen Monat.

Im dritten Ramadan während der Corona-Pandemie haben viele Länder in diesem Jahr ihre Auflagen gelockert. In Saudi-Arabien können die Menschen den Fastenmonat nun wieder ganz normal feiern. Der Golfstaat erlaubt auch wieder volle Moscheen. Im vergangenen Jahr durften Gläubige dort dagegen nur 30 Minuten beten, zudem waren das traditionelle gemeinsame Fastenbrechen und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verboten. Auch Ägypten lockerte dank sinkender Corona-Zahlen Beschränkungen im Land. Indien schaffte alle Maßnahmen ab. In den vergangenen Jahren waren dort größere Menschenansammlungen noch nicht erlaubt gewesen.