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Barcelona "beschämt" nachdem 30.000 Eintracht-Fans das Camp Nou anheizen

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Von Alexandra Leistner
Mit viel Unterstützung der Fans: Die Fußballspieler von Eintracht Frankfurt feiern ihren Sieg gegen Barcelona im Camp Nou.
Mit viel Unterstützung der Fans: Die Fußballspieler von Eintracht Frankfurt feiern ihren Sieg gegen Barcelona im Camp Nou.   -   Copyright  Joan Monfort/AP

Nach einem Fehler bei der Ticketvergabe und dem Einlass von rund 30.000 Fans der gegnerischen Mannschaft, zeigte sich der Präsident des FC Barcelona Joan Laporta peinlich berührt und beschämt. Wie es zu dem Versehen kommen konnte, solle untersucht werden.

Bei dem Viertelfinale der Europa League zwischen Barca und Eintracht Frankfurt am Donnerstagabend waren eigentlich 5.000 Plätze im Stadion Camp Nou reserviert gewesen.

Sensationall war zudem, dass Barca gegen die Deutschen ausschied, nachdem der linke Flügelspieler Filip Kostic zum 3:2-Sieg der Eintracht zwei Treffer erzielte. Eine deutsche Zeitung titelte: "Filip Kostic krönt sich in Messis Wohnzimmer zum König".

16 Spiele lang war Barca zuvor nicht besiegt worden. 

Trainer Xavi Hernandez sprach von einer "Fehlkalkulation", die seinem Team nicht gerade geholfen habe. Vor der Presse sagte er zudem, dass er versucht habe, "den Spielern zu sagen, dass das Wichtigste das ist, was auf dem Spielfeld passiert, aber logischerweise hätte uns das auch beeinflussen können. Das ist ganz klar."

"Ehrlich gesagt, was heute passiert ist, ist mir peinlich und ich schäme mich. Es waren viele Fans der anderen Mannschaft da und nicht viele von uns", sagte Laporta gegenüber Barca TV. Es täte ihm sehr leid, was geschehen ist. Eine solche Situation dürfe sich nicht wiederholen.

Der Sportsender ESPN berichtete noch am Spielabend, dass von den 79.468 Zuschauer:innen im Stadion rund 30.000 Eintracht-Fans seien. In sozialen Medien wurde kommentiert, dass die weiße Farbe der Eintracht-Trikots im Stadion auffallend dominant war.

Ein einsamer Barca-Fan in der eigenen Fanmeile. Hatte Barca Probleme, seine Tickets an eigene Fans loszuwerden, oder gab es ein technisches Problem bei der Vergabe online? Es sei buchstäblich ein "Auswärtsspiel" gewesen, kommentiert ein Fan.

"Sowas haben wir noch nie gesehen", schreibt Eintrachts Frankfurt auf seinem englischen Twitter-Kanal.

Auch in der Innenstadt von Barcelona blieben die Fan-Massen nicht unbemerkt.

Für die Fans, das schönste Auswärtsspiel ihrer Leben?