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TV-Debatte Marine Le Pen vs Emmanuel Macron in Frankreich - Das haben sie gesagt

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Von Euronews
Junge Frau in Paris vor abgerissenen Wahlplakaten von Macron und Le Pen
Junge Frau in Paris vor abgerissenen Wahlplakaten von Macron und Le Pen   -   Copyright  Francois Mori/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Es ist das einzige TV-Duell im französischen Präsidentschaftswahlkampf. Deshalb wurde die Diskussion mit Spannung erwartet. Emmanuel Macron verteidigte die Maßnahmen seiner Amtszeit seit 2017, während Le Pen ihm vorwarf, nicht ehrgeizig genug für Frankreich zu sein. Besonders in wirtschaftlichen Fragen warf Macron Le Pen vor, dass sie die Zahlen falsch zitiere.

Der besondere Moment war, als Marine Le Pen einen ihrer Tweets von 2014 ausgedruckt vorzeigte, um zu unterstreichen, dass sie 2014 die Ukraine unterstützt habe. Diese Szene entwickelte sich auf Twitter zum Meme (wie Sie im Blog unten sehen können). Macron warf Le Pen vor, wenn sie von Russland spreche, dass sie von ihrem Banker rede, denn ihre Partei zahlt weiterhin einen Kredit an eine Putin nahestehende Bank zurück.

13 Prozent noch unentschlossen

Laut einer IPSOS-Umfrage sind 13 Prozent der Wahlberechtigten, die sicher sind, dass sie am Sonntag wählen gehen, noch unentschlossen.

Vor fünf Jahren hat Marine Le Pen im TV-Duell gegen Emmanuel Macron keine gute Leistung gezeigt. Das hat die Kandidatin später selbst eingestanden. Und es wird berichtet, dass sich die inzwischen 53-Jährige seit 2017 auf die heutige TV-Debatte gegen den 44-jährigen Staatschef vorbereitet hatte.

Die Journalisten in Paris hatten den Eindruck, dass Macron sich teilweise oberlehrerhaft verhalten habe. Doch Le Pen habe überfordert gewirkt.

Im folgenden Livestream können Sie die Debatte zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen nachlesen.

20.04.2022
20:41

Es ist die einzige TV-Debatte zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Sie wurde von mehreren französischen TV-Sendern LIVE übertragen. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse.

20.04.2022
23:51

Um 23 Uhr 50 ist die TV-Debatte beendet. 

20.04.2022
23:49

Marine Le Pen sagt, sie wolle sich an das französische Volk wenden. Vor allem an die Behinderten, Alleinerziehenden. Sie spricht von den Raubtieren von oben, die die Menschen ausraubten und von den Rautbieren von unten, die kriminell seien. Sie wolle ohne Komplex die nationalen Werte und Traditionen verteidigen.

20.04.2022
23:47

Zum Abschluss dankt Macron Le Pen für den Austausch. Es gebe Meinungsverschiedenheiten. Diese Wahl sei ein Referendum für oder gegen die Ökologie. Er wolle am Ende über die Kinder sprechen, die in der Pandemie gelitten hätten. Macron sagt, er wolle eine bessere Welt für die Kinder in dieser immer unsichereren Welt.

20.04.2022
23:43

Le Pen sagt, sie wolle die Verfassung ändern, um dem Volk per Referendum die Macht zurückzugeben. Macron hatte sich zuvor für mehr Bürgerbeteiligung ausgesprochen.

20.04.2022
23:42

Macron meint, dass das von Le Pen vorgeschlagene Referendum nicht der Verfassung entspreche. Es sei ihm wegen der Krisen nicht gelungen, die geplante Verfassungsreform durchzusetzen. Zum Beispiel um das Wahlrecht bei den Parlamentswahlen zu ändern, um ein Mehrheitswahlrecht einzuführen. (Aktuell ist nur gewählt, wer seinen Wahlkreis gewonnen hat.)

20.04.2022
23:33

Marine Le Pen wirft Emmanuel Macron vor, dass nicht genug Islamisten ausgewiesen würden. In den islamistischen Ländern würden die Frauen Schleier tragen.

Macron sagt, Le Pen würde die Gesellschaft spalten.

Diese erklärt, sie schlage ein Referendum über Verfassungsänderungen vor, wenn sie gewählt werde. Sie lade alle Franzosen dazu ein, ihr Programm zu lesen. In der Verfassung will sie die nationale Priorität festlegen - zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt. Die Immigration schaffe viele Probleme.

20.04.2022
23:26

Macron und Le Pen konstatieren, dass sie beim Thema Schleier und Islamismus nicht einer Meinung sind.

20.04.2022
23:24

Macron sagt, Le Pen habe sich sehr klar ausgedrückt. Sie habe über Schleier und Islamismus gesprochen - und falsche Zusammenhänge hergestellt. 

Er wolle keine Schleier verbieten. Wie die Kippa seien religiöse Zeichen in der Öffentlichkeit erlaubt. In der Schule seien religiöse Zeichen nicht erlaubt.

"Sie schaffen den Bürgerkrieg in den Vorstädten", sagt Macron zu Le Pen. Und diese antwortet, dies sei schlimm.

20.04.2022
23:22

Marine Le Pen sagt, die Ausländer, die auf der Liste der wegen Islamismus Angeklagten stehen, müssten ausgewiesen werden. Es gehe nicht um den Kampf gegen eine Religion, aber gegen den Islamismus. Die Regierung sei nicht streng genug. Le Pen wiederholt, dass sie gegen den Schleier im öffentlichen Leben sei, für ein Verbot. Die Frauen, die Schleier tragen, müssten befreit werden.

In einer internen Befragung von Mélenchons Partei LA FRANCE INSOUMISE hat sich ein Drittel der Befragten für eine Enthaltung in der zweiten Runde ausgesprochen, ein Drittel dafür einen ungültigen Wahlzettel abzugeben und ein weiteres Drittel für Emmanuel Macron. Ein Votum für Marine Le Pen war in dem Online-Voting nicht vorgesehen.