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Macron oder Le Pen? Finale der französischen Präsidentschaftswahl gestartet

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Von Euronews  mit dpa
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Wahlplakate in Frankreich
Wahlplakate in Frankreich   -   Copyright  Bob Edme/Copyright 2022The Associated Press. All rights reserved

Das Finale der französischen Präsidentschaftswahl hat in den Überseegebieten begonnen. Die meisten Französinnen und Franzosen können am Sonntag wählen, wegen der Zeitverschiebung wird in einigen Überseegebieten aber bereits am Samstag abgestimmt, so auch in Französisch-Guyana, auf Guadeloupe, Martinique und Französisch-Polynesien. 

Den Startschuss gaben am Samstag Wahllokale der kleinen französischen Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon vor Kanadas Ostküste. Auch im Ausland lebende Französinnen und Franzosen konnten bereits in den Konsulaten ihre Stimme abgeben. 

Bei der Abstimmung über das höchste französische Staatsamt stehen sich der Liberale Emmanuel Macron und die Rechte Marine Le Pen gegenüber. Beide hatten sich in der ersten Runde vor zwei Wochen für die Stichwahl qualifiziert. Für Frankreich ist das Votum eine Richtungswahl, auch für die Zusammenarbeit mit Deutschland und in Europa ist der Wahlausgang von großer Bedeutung.

Noch kurz vor Wahlbeginn sahen Umfragen Amtsinhaber Macron mit etwa 55 bis 56,5 Prozent vorne, als sicher gilt sein Sieg aber nicht.

Denn unklar ist etwa, wie viele Menschen einen leeren Stimmzettel abgeben oder wie viele der Wahl aus Enttäuschung oder Frustration ganz fernbleiben werden. Besonders aus dem linken Lager dürfte sich eine beachtliche Zahl der Wähler für eine dieser Optionen entscheiden. 

Im ersten Wahldurchgang hatte der Linke Jean-Luc Mélenchon ebenfalls mehr als 20 Prozent der Stimmen geholt und war auf Platz drei gelandet. Macron und Le Pen versuchten in den vergangenen zwei Wochen mit Versprechungen zu Klima oder Gehaltserhöhungen, seine Anhängerschaft zu gewinnen.

Zudem gewann in der Vergangenheit auch immer mal der Kandidat die Stichwahl, der in der ersten Runde nur auf Platz zwei gelandet war. 

Le Pen vom Rassemblement National, die sich im Wahlkampf um einen gemäßigteren Eindruck bemüht hat, ist noch immer für extrem rechte Positionen bekannt. Zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten, die in der ersten Runde ausgeschieden waren, riefen daher dazu auf, erneut eine Mauer gegen Rechts zu bilden und Macron zu wählen. 

Auch zahlreiche französische Medien appellierten einen Tag vor der Stichwahl dazu, Macron zu wählen. Sie warnten etwa mit Blick auf marginalisierte Gruppen und den Krieg in der Ukraine davor, eine Präsidentin Le Pen durch Enthaltungen zuzulassen. Macron und Le Pen standen sich bereits 2017 in der Stichwahl gegenüber.

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