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Zwischen "Zumutung" und "lohnt sich" - Verkaufsstart für 9-Euro-Ticket

Ein Regionalzug in der Nähe von Grünheide bei Berlin (Symbolbild)
Ein Regionalzug in der Nähe von Grünheide bei Berlin (Symbolbild) Copyright Michael Sohn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von Euronews mit dpa
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Die 9-Euro-Monatskarten für den deutschen Nah- und Regionalverkehr werden ab sofort über alle digitalen Kanäle und Verkaufsstellen der Deutschen Bahn verkauft. Sowohl die Begeisterung als auch die negative Kritik halten sich in Grenzen.

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Einzelne Verkehrsverbünde wie in Berlin und Hamburg waren bereits vorausgeprescht, seit diesem Montagmorgen ist das 9-Euro-Ticket auch bei der Deutschen Bahn, der Bahn-App DB-Navigator und zahlreichen anderen Verkaufsstellen erhältlich.

In den ersten Stunden seien rund 50 000 Monatskarten online verkauft worden, sagte ein Bahnsprecher und räumte eine zweitweise Überlastung der Buchungsseite ein.

Bahnfahrende in Berlin begrüßten die Initiative. Eine Frau auf dem Bahnsteig sagte: "Ja, würd ich mir kaufen. Es ist auf jeden Fall günstiger, mal durch die ganze Republik zu reisen mit der Deutschen Bahn, wenn`s auch länger dauert."

Ein Mann sagte: "Das lohnt sich auf jeden Fall. Sonst fahr ich mit dem Auto und jetzt bin ich umgestiegen für die neun Euro und finde das super."

Die Ampelkoalition reagierte mit dem bis 30. August befristeten Angebot auf die hohen Treibstoffpreise. Allerdings droht mit einer zweistelligen Milliionenzahl potenzieller Neukundschaft eine weitere Überlastung des in Stoßzeiten ohnehin angespannten Nah- und Regionalverkehrs.

Wohl auch deshalb meinte eine Bahnreisende in Berlin: "Ich glaube es kommt zur falschen Zeit. Ich denke im Winter würde es mehr Sinn machen. Im Sommer können es viele gar nicht so nutzen."

Ein Bahreisender in Berlin kritisierte: "Die Züge in Richtung Ostsee von Berlin aus sind im Sommer sowieso schon überfüllt. Die Toiletten werden voll sein. Ich find`s eine Zumutung."

Die Bundesregierung will Einnahmeausfälle der Verkehrsbetriebe nur bis zu einer Höhe von 2,5 Milliarden erstatten. Weil aber die Mehrkosten für zusätzliche Züge und der Verwaltungsaufwand zum Beispiel für die Erstattung von Abonnements höher ausfallen könnten, werden Preisanpassungen für die Stammkundschaft im Nahverkehr schon jetzt nicht mehr ausgeschlossen.

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