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Guterres: "Ein Klima-Ernstfall, der jährlich immer mehr Menschen vertreibt und tötet"

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Von Euronews  mit dpa
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Stockholm+50 endet an diesem Freitag
Stockholm+50 endet an diesem Freitag   -   Copyright  Jessica Gow/JESSICA GOW

Es ist das 50. Jubiläum der ersten UN-Umweltkonferenz in der schwedischen Hauptstadt - doch nach Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Gipfels Stockholm+50 muss der Kampf gegen die Erderwärmung stark an Tempo aufnehmen: Die Erde sei überfordert angesichts von Klimawandel, Artensterben und Vermüllung.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte, "jedes Jahr konsumieren wir für 1,7 Planeten. Würden wir weltweit so viel konsumieren wie die reichsten Industriestaaten, würden wir mehr als drei Planeten brauchen. Wir stehen einer dreifachen Krise gegenüber. Ein Klima-Ernstfall, der jährlich immer mehr Menschen vertreibt und tötet."

Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson warnte davor, angesichts anderer Brennpunkte die Erderwärmung aus dem Blickwinkel zu verlieren. "Niemals sollte eine Krise eine andere in den Schatten rücken. Wir müssen härter arbeiten. Außerdem hat der Krieg in der Ukraine deutlich gemacht, dass die Abhängigkeit von fossilem Treibstoff nicht nur ein Risiko für das Klima, sondern auch für die Sicherheit darstellt. Damit muss Schluss sein."

Der Umweltgipfel Stockholm+50 geht an diesem Freitag zu Ende. Zwar werden keine bindenden Beschlüsse gefasst, aber Vereinbarungen vorbereitet und Standpunkte ausgetauscht, die zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufs Tapet kommen.