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Sprachaustausch nach dem Brexit: Euroäische Schulen orientieren sich um

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Von Euronews
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Klasse aus Colmar reist nach Schottland
Klasse aus Colmar reist nach Schottland   -   Copyright  AFP

Seit dem Brexit denken einige europäische Schulen zweimal nach, bevor sie eine Klassenfahrt zur Heimat von Shakespeare und Queen Elizabeth organisieren. Hintergrund sind die strengeren Reisevorschriften nach Großbritannien.

Eine Klasse aus Colmar wagt trotz der bürokratischen Hürden den Sprung über den Ärmelkanal. Es soll nach Edinburgh in Schottland gehen.

Die Englischlehrerin Sarah Lepioufle erinnert sich, "es war eine echte Herausforderung. Wir lagen einige Nächte wach und fragten uns, ob wir alles absagen sollten. Doch dann haben wir uns dazu entschieden, es zu Ende zu bringen. Und wir haben es geschafft."

Da Personalausweise nicht mehr ausreichen, brauchen viele Jugendliche kurzfristig neue Reisepässe. Benoît Fischer musste mit seiner Tochter einige Kilometer zurücklegen, damit sie einen Reisepass bekam. "Ich wollte einen Termin im Rathaus von Colmar haben, um einen Pass zu beantragen. Aber der früheste Zeitpunkt war Ende Juni. Ich habe alle Nachbarorte abtelefoniert, aber alle offenen Termine waren zu spät für uns. Der einzige Termin, der zeitlich passte, war in Ferrette, das mit dem Auto eine Stunde von uns entfernt liegt", sagte er.

Kostenpunkt: 40 Euro. Die Mitschülerinnen und -schüler, die von außerhalb der EU stammen, müssen zusätzlich 120 Euro für ein Visum drauflegen. Angesichts der bürokratischen Hürden haben sich viele Schulen bereits umorientiert und bieten stattdessen Klassenfahrten ins EU-Mitglied Irland an.

Für unsere Klasse aus Colmar hat sich der Aufwand jedenfalls gelohnt - endlich in Schottland angekommen, atmen die Lehrer auf. Die Reise bietet ihren Schülern einen gelungenen Tapetenwechsel nach zwei Jahren Pandemie.