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Nach Corona-Pause: Vivatech-Messe in Paris stellt wieder Zukunftsweichen

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Von Cyril Fourneris  & Euronews
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Emmanuel Macron ließ sich den Antrittsbesuch trotz seines Trips nach Rumänien nicht nehmen
Emmanuel Macron ließ sich den Antrittsbesuch trotz seines Trips nach Rumänien nicht nehmen   -   Copyright  Alain Jocard/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Die VivaTech, Europas größte Technikmesse, ist nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in voller Größe in Paris zu Gast.

Euronews-Korrespondent Cyril Fourneris kommentierte vor Ort: "Rund 2.000 Aussteller, darunter 1.800 Start-ups, stellen ihre Innovationen vor, wobei die Devise lautet, dass diese Innovationen einem bestimmten Zweck dienen müssen. Zu den Themen in diesem Jahr gehören Kohlenstoffneutralität, Mobilität, die Zukunft der Arbeit, Integration. Und ganz allgemein die Stärkung des Tech-Ökosystems in Europa."

Die Messe findet nach einem euphorischen Jahr 2021 für europäische Start-ups statt, die Rekorde bei der Finanzittelbeschaffung aufgestellt haben.

Milliardenschwerer Markt

Florian Hugonnet ist Koordinator bei der European Investment Bank: "Letztes Jahr umfasste der europäische Fundraising-Markt mehr als 100 Milliarden Euro. Er hat sich in den letzten 15 Jahren mehr als verzehnfacht. Es ist ein Sektor, der heute ein Wachstumsmotor sein könnte, der auch das Ökosystem ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen könnte."

Doch in diesem Jahr ist der Trend weniger positiv, vor allem für die Kryptowährungsakteure, die zu den Stargästen der Messe gehören. Eine Gelegenheit für alle, sich auf die Grundlagen und die Bedeutung zu konzentrieren.

Michael Trabbia ist Cheftechnologe und verantwortlich für Innovationen beim Telekommunikationskonzern Orange: "Wir haben es hier mit sehr innovativen Themen zu tun, die manchmal etwas aufgeregt sind, und es kann zu Korrekturen kommen. Ich glaube, dass wir auf lange Sicht Technologie brauchen. Und ich lade alle Start-ups und Technologieunternehmen ein, sich diese Frage zu stellen: Wie kann ich einen Beitrag leisten, insbesondere zum Umweltschutz?"

Renault setzt auf Klangidentität

Weniger ist mehr" ist auch das neue Motto des französischen Automobilherstellers Renault, der sich auf das Ende der Benzinmotoren in der EU vorbereitet. Der Konzern hat den französischen Star-Musiker Jean Michel Jarre aufgefordert, die Klangidentität seiner Elektroautos zu überdenken.

Jarre sagte auf der Messe: "Zu lange haben wir, vor allem in Frankreich und Europa, Technologie und Ökologie voneinander getrennt. Die Technologie ist kein Problem für die Umwelt, sondern eine Lösung."

Bis kommenden Samstag, dem einzigen Tag, an dem die Öffentlichkeit Zutritt hat, werden rund 100.000 Besucherinnen und Besucher auf der VivaTech erwartet.