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"Nicht absichtlich getroffen" - Bleibt Tod der Journalistin ungesühnt?

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Von Euronews mit AP, dpa
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Trauer um die Journalistin am 13. Mai in Ramallah vor dem Al-Dschasira-Büro
Trauer um die Journalistin am 13. Mai in Ramallah vor dem Al-Dschasira-Büro   -   Copyright  Abbas Momani/AFP or licensors

Der gewaltsame Tod der bekannten palästinensisch-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh bleibt möglicherweise unaufgeklärt. Die 51-Jährige, die für den arabischen Fensehsender Al-Dschasira tätig war, wurde im Mai bei einem Gefecht zwischen israelischen Sicherheitskräften und militanten Palästinensern getötet. 

Ursächlich waren laut des US-Verteidigungsministeriums Schüsse des israelischen Militärs. Sicher sei das aber nicht. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, die forensische Analyse der Kugel habe keine eindeutige Schlussfolgerung ergeben, da sie stark beschädigt gewesen sei. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Journalistin nicht absichtlich getroffen wurde.

Israel: "Nicht möglich, die Quelle zu bestimmen"

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz sagte zu dem Untersuchungsbericht: "Ich möchte Ihnen mein Beileid zum Tod der Journalistin Shireen Abu Akleh aussprechen. Das Verteidigungsministerium setzt sich für die Aufdeckung der Wahrheit ein. In diesem speziellen Fall war es trotz der forensischen Untersuchung nicht möglich, zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Leider ist es nicht möglich, die Quelle zu bestimmen - und so werden die Ermittlungen fortgesetzt."

Der tödlische Schuss traf die 51-Jährige während einer Razzia in Dschnein im Westjordanland. Al-Dschasira warf Israel danach einen gezielten, kaltblütigen Mord vor. Shireen Abu Akleh habe bei der Razzia eine Weste mit der gut lesbaren Aufschrift "Presse" getragen.

Von israelischer Seite hieß es, möglicherweise sei Shireen Abu Akleh von Kugeln der Palästinenser getroffen worden. Man könne aber nicht festlegen, welche Seite für die tödlichen Schüsse verantwortlich sei.

Die Palästinensische Autonomiebehörde rteagierte mit einem Tweet auf das Ergebnis der forensischen Untersuchung. Die Besatzungsregierung trage die Verantwortung für die ERmordung. Man werde das Verfahren vor internationalen Gerichten fortsetzen. Es werde versucht, die Wahrheit zu verbergen. Das werde man nicht zulassen.