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An Mariä Himmelfahrt wollten sie zuschlagen: Tunnel-Coup geht schief, Bankräuber verschüttet

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Von Euronews  mit AFP/EBU
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Rettung aus der Bredouille: Feuerwehrleute konnten den Verschütteten bergen.
Rettung aus der Bredouille: Feuerwehrleute konnten den Verschütteten bergen.   -   Copyright  Vigili del Fuoco

"Ist er tot?" "Nein, er lebt noch!" Anwohner der Via Innocenzo XI in Rom glaubten ihren Augen nicht, als die Feuerwehr bei einem Großeinsatz einen Mann aus den Trümmern eines eingestürzten Tunnels retten konnte.

Pikantes Detail: Der Verschüttete hatte den Tunnel selbst gegraben und plante offenbar gemeinsam mit Komplizen einen Banküberfall in unmittelbarer Nähe. Doch dann stürzte die Decke ein. Einer der Männer alarmierte die Feuerwehr. Danach versuchten die Komplizen zu fliehen und konnten gefasst werden.

Im Viertel wird nun heftig spekuliert. Anwohner Giorgio Cardelliti sagt: "Das war der große Coup wie in dem Film "La Banda del Buco'. Einige sagen, ein Handwerker wäre abgestürzt. Und dann ist er vier Meter unter der Erde gelandet? Das ist doch lächerlich."

Ein anderer Nachbar meint lakonisch: "Erstens riskiert er sein Leben, zweitens muss er sich riesig anstrengen und drittens hat er nichts erreicht. Am Ende hätte er besser daran getan, einfach sitzen zu bleiben und ein Bier zu trinken. Alles wäre gut gegangen."

Der Plan der mutmaßlichen Bankräuber klingt filmreif. Ausgangpunkt der Tunnelgrabungen war ein leer stehendes Geschäft, das die Männer gemietet hatten. Offenbar wollten sie an diesem Wochenende zuschlagen an Mariä Himmelfahrt, wenn ganz Italien stillsteht.

Die italienische Polizei bestätigte, dass drei Männer, zwei aus Neapel und einer aus Rom, festgenommen wurden, nachdem sie versucht hatten zu fliehen.