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Banküberfall in Le Havre: Geiselnehmer gibt auf

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Banküberfall in Le Havre: Geiselnehmer gibt auf
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In der nordfranzösischen Stadt Le Havre ist am Donnerstagabend eine Geiselnahme in einer Filiale des Geldinstituts "Banque populaire" unblutig beendet worden.

Der 34-jährige Mann ergab sich, nach mehr als sechs Stunden, schließlich der Polizei.

"Gegen 23:15 Uhr hörte ich, wie 'Hände hoch‘ usw. gerufen wurde", erklärt eine Zeugin. "Danach sagten sie ihm, dass ihm nichts passieren wird - und dann kam er mit erhobenen Händen heraus. Er war ganz ruhig, er hatte eine saudi-arabische Fahne auf dem Rücken. Und dann ging es ganz schnell."

Nach Angaben des Innenministeriums befanden sich sieben Bankangestellte in der Gewalt des Mannes. Die Geiselnahme begann am späten Nachmittag gegen 16:45 Uhr.

Der Vorfall wird wegen versuchten bewaffneten Raubüberfalls und gewaltsamer Gefangennahme als Straftat eingestuft. Ich kann im Moment nicht mehr sagen, als dass der Täter bekannt war und schon länger mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Wir werden jetzt untersuchen, was seine tatsächlichen Motive waren.
François Gosselin
Staatsanwalt

Der Mann hatte bereits 2013 eine Bankfiliale in Paris überfallen und vier Menschen als Geiseln genommen, bevor er sich der Polizei stellte. Anschließend forderte er eine Sozialwohnung für sich und für seinen Sohn.