Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

BeReal: Generation Z ganz ohne Filter

Access to the comments Kommentare
Von Juliane Sprick
Selfie
Selfie   -   Copyright  -Symbolbild- Pixabay

Authentisch sein. Dieses Gefühl möchte BeReal bei seinen Nutzer:innen vermitteln, wenn die App sie täglich auffordert, ein Foto von sich selbst zu machen. Spontan, ohne Filter, ohne sonstige Bearbeitung und innerhalb von zwei Minuten.

Und erst dann, wenn sie die User:innen ihr Foto hochgeladen haben, bekommen sie die Fotos ihrer Freund:innen zu sehen. Das sind wichtigsten Parameter der App, die gerade die Smartphones erobert – insbesondere die Geräte der Generation Z, also die derzeit 10 bis 25-Jährigen. BeReal möchte die neue Gegenbewegung zu Instagram sein.

Verspätete Selfies werden mit „late“ gebrandmarkt

Nachdem auf fast allen gängigen Social-Media-Plattformen eigentlich nichts mehr ohne Filter geht, verzichtet BeReal, wie der Name bereits verrät, bewusst darauf. Zudem ändert sich von Tag zu Tag der Zeitpunkt, wann die App zu einem digitalen Selbstporträt auffordert – genaugenommen sogar zwei: Auf dem ersten Bild wird fotografiert, wo man sich gerade befindet beziehungsweise, was man gerade vor sich sieht. Das zweite Bild ist ein Selfie. Das Ziel: Den Alltag zeigen, ungeschminkt, verwackelt - so viel reales Leben wie möglich. Ob unterwegs, bei einer Party, in der Küche, beim Müllruntertragen ...

Wer es nicht schafft, das ganze innerhalb von zwei Minuten zu verschicken, kann dies auch noch später tun. Allerdings wird der Beitrag dann mit dem Label „late“ gebrandmarkt. Denn es entspricht dann schließlich nicht mehr ganz dem Sinne des Erfinders.

Auch Meta hat schon Wind von dem Hype bekommen

Wirklich taufrisch ist die App allerdings gar nicht. Sie wurde bereits vor über zwei Jahren von dem Franzosen Alexis Barreyat entwickelt. Doch wie kommt es nun zum aktuellen Hype? Die Verbreitung der App läuft vor allem durch persönliche Empfehlungen unter Freund:innen und Bekannten. 

Doch auch das nicht ganz zufällig und von allein. Denn wie eine US-amerikanische Collegezeitung schreibt, werden unter anderem Studierende gezielt angeworben und mit kleinen Beträgen für ihre Werbung entlohnt.

Mittlerweile scheint auch Meta Wind von dem Hype bekommen zu haben. Denn Instagram hat bereits mit der neuen Funktion “Candid Challenges” eine ähnliche Funktion angekündigt.