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Mysteriöser Tod in Moskau: Lukoil-Oligarch "fällt" aus Fenster im 6. Stock

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Von euronews
Laut den Berichten starb Raganow bei einem Fall aus einem Fenster dieses Krankenhauses.
Laut den Berichten starb Raganow bei einem Fall aus einem Fenster dieses Krankenhauses.   -   Copyright  Наследница Асклепия/ Wikipedia

Rawil Maganow (auch Ravil Maganov), Chef des russischen Ölkonzerns Lukoil, ist laut Berichten der Nachrichtenagentur Interfax beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses gestorben, er sei "gefallen" hieß es wörtlich. 

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, als wahrscheinlichste Ursache gilt laut Medienberichten ein Suizid. Bei Maganow sei im Krankenhaus neben Herzproblemen eine Depression diagnostiziert worden, heißt es.

Der Top-Manager gilt als einer der wichtigsten Öl-Manager Russlands. Lukoil ist das einzige große russische Energieunternehmen ohne staatliche Beteiligung. 

Vitaly Savelyev/ Lukoil
Rugil Maganow war Vorstandschef von Lukoil.Vitaly Savelyev/ Lukoil

Es ist allerdings nicht der erste Todesfall unter Russlands Top-Managern seit Ausbruch des Kriegs: Vor ihm kam Medienberichten zufolge beispielsweise im Mai der Lukoil-Manager Alexander Subbotin angeblich bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht ums Leben.

Er wurde 67 Jahre alt.

In der Pressemitteilung des Öl-Konzerns Lukoil wurde zur Todesursache lediglich gesagt, Maganov sei "nach schwerer Krankheit" gestorben.

"Ravil Maganov hat nicht nur zur Entwicklung des Unternehmens, sondern des gesamten russischen Erdöl- und Erdgassektors einen großen Beitrag geleistet"

Kurz nach Ausbruch des Krieges Russlands in der Ukraine hatte Lukoil das Ende der Kämpfe in der Ukraine gefordert und Mitgefühl für alle von der "Tragödie" betroffenen ausgedrückt.

Nicht der erste Oligarchen-Tod - unter mysteriösen Bedingungen

Daneben sind seit Jahresbeginn auch mehrere Manager russischer Energiekonzerne tot aufgefunden worden. Auch sie sollen sich das Leben genommen haben. In einem Video-Interview, das Ende April auf Youtube veröffentlicht wurde, bezweifelte der langjährige Vizechef der Gazprombank, Igor Wolobujew, dass es sich um Suizid handelte. Kurz zuvor war Wolobujew in die Ukraine geflohen und gab an, dort gegen die russischen Truppen kämpfen zu wollen.