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Streit um Volkszählung in Bolivien: Schwere Ausschreitungen in Oppositionshochburg Santa Cruz

Straßenkämpfe in Sata Cruz
Straßenkämpfe in Sata Cruz Copyright AP Photo/Ipa Ibanez
Copyright AP Photo/Ipa Ibanez
Von Euronews mit AFP
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Die rechte Opposition um Gouverneur Luis Fernando Camacho fordert, die Volkszählung bereits 2023 durchführen zu lassen. Der linke Präsident Luis Arce lehnt dies ab.

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Einen Tag nach schweren Ausschreitungen in der rechten Oppositionshochburg Santa Cruz hat Boliviens linker Präsident Luis Arce erklärt, er lehne es ab, die für 2024 geplante Volkszählung auf 2023 zu vorziehen.

Das Staatsoberhaupt forderte "die Rückkehr zu Ruhe, Frieden und Normalität im Departement Santa Cruz" und versprach er, die staatlicher Fördergelder innerhalb der nächsten sechs Monate auf der Grundlage der neuen demografischen Ergebnisse auf alle Regionen umzuverteilen.

Die rechte Opposition um Gouverneur Luis Fernando Camacho fordert, die Volkszählung bereits 2023 durchführen zu lassen, um bei den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2025 nicht durch veraltete Daten bei der Festlegung der Sitze benachteiligt zu werden. Santa Cruz erhofft sich vom Zensus vor allem mehr politische Einflussnahme im zentralistisch regierten Andenstaat.

Der Streit um die Volkszählung sorgt weit Wochen für heftige Auseinandersetzungen und einem Streik im wirtschaftsstärksten Departamento Santa Cruz. Laut Angaben der Regierung starben beiden Protesten bislang vier Menschen, 178 wurden verletzt.

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