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Flug umgeleitet: Familie von Irans Fußball-Legende Ali Daei darf nicht nach Dubai

Irans Ex-Nationalspieler Ali Daei - ARCHIV
Irans Ex-Nationalspieler Ali Daei - ARCHIV Copyright Hasan Sarbakhshian/2009 AP
Copyright Hasan Sarbakhshian/2009 AP
Von Euronews mit AP, BBC
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Frau und die Tochter des Ex-Kapitäns von Irans Nationalmannschaft waren auf dem Weg nach Dubai, als der Flug auf einer iranischen Insel zwischenlanden musste.

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Seit mehr als 100 Tagen protestieren in Iran vor allem Frauen und Mädchen nach dem Tod von Mahsa Amini gegen das Regime, dessen strenge Regeln und die Gewalt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Activists' News Agency" (HRANA) sind mehr als 500 Personen bei den Protesten getötet worden - darunter mindestens 69 Kinder. Zwei Männer sind bereits hingerichtet worden, 26 weitere Personen sind zum Tode verurteilt worden, weil sie bei den Protesten mitgemacht hatte.

Auch einstige Helden sind vor hartem Durchgreifen nicht sicher. Fußball-Legende Ali Daei musste kurzzeitig seinen Pass abgeben, bekam diesen dann aber wieder zurück. Der Trainer hatte einst auch für Bayern München und Hertha Berlin gespielt. Und jetzt hat Ali Daei die Proteste gegen die iranische Regierung unterstützt.

Die Frau und die Tochter des ehemaligen Kapitäns der Nationalmannschaft wollten nach Dubai reisen. Die Regierenden in Teheran haben an diesem 2. Weihnachtsfeiertag das Flugzeug umleiten lassen, in dem die Familie von Ali Daei unterwegs war. Die Behörden hatten bereits ein Restaurant und ein Schmuck-Geschäft des 53-Jährigen Ex-Fußballers geschlossen.

Der Flug von Teheran nach Dubai musste auf der iranischen Insel Kisch zwischenlanden, die Frau und die Tochter die Maschine verlassen, um befragt zu werden.

Ali Karimi, einer der bekanntesten ehemaligen iranischen Fußballspieler, der ebenfalls für Bayern München gespielt und zumetzt in Dubai gelebt hatte, unterstützt die Proteste ebenfalls. Er sagte, iranische Geheimdienstagenten hätten ihm gedroht, ihn zu töten. Deshalb siedelte Karimi in die USA um.

Laut BBC ist Karimi einer der offensten Kritiker des iranischen Regimes - auf seinem Instagram-Account, der mehr als 14 Millionen Follower hat.

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