Prinz Harry verrät, wieviele afghanische Soldaten er getötet hat und erntet Kritik

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Von Rhal Ssan
Auf Twitter erntet Harry für seine Aussage viel Kritik.
Auf Twitter erntet Harry für seine Aussage viel Kritik.   -  Copyright  Euronews

Nach den Netzreaktionen auf Prinz Harrys Behauptung, er habe in seiner Zeit beim Militär 25 Taliban-Soldaten getötet, stellt sich die Frage, ob der Ex-Royal durch die Aussage seine eigene Sicherheit bedroht hat.

Prinz Harry bricht "ungeschriebene Regel"

Es ist ehemaligen britischen Soldaten zwar nicht verboten, darüber zu sprechen, wie viele Menschen sie getötet haben, dennoch verstößt Harry damit gegen Militär-Konventionen; Und wird im Netz harsch dafür kritisiert.

So sagt zum Beispiel ein ehemaliger britischer Marinesoldat auf Twitter: "Ich fand Prinz Harry immer sympathisch, aber mit dieser Behauptung hat er eine ungeschriebene Regel der Armee gebrochen. Man spricht NIEMALS darüber, wie viele man getötet hat."

Sogar ein ehemaliger Marinesoldat, der mit Harry gedient hat und von dem Prinzen als "Held" beschrieben wurde, nachdem er zwei Gliedmaßen verloren hatte, findet deutliche Worte: "Ich liebe dich Harry, aber du musst den Mund halten!"

Afghaner:innen empfinden Harrys Aussagen als beleidigend

Menschen in Afghanistan halten Harrys Beschreibung der Getöteten als "Schachfiguren" für beleidigend. Ein Anführer der Taliban in Afghanistan sagt: "Diejenigen, die du getötet hast, waren keine Schachfiguren, sie waren Menschen; Sie hatten Familien, die auf ihre Rückkehr warteten." Diese Sichtweise wird von vielen Afghaner:innen online geteilt.

Ein anderer Tweet ist noch direkter. In ihm heißt es: "Blutdurst des Jahrhunderts, möge Gott die Terroristen des Westens und alle ihre Verbündeten verfluchen." Darunter befindet sich ein großes, durchgestrichenes Bild von Harry.

Harry setzt seine Sicherheit aufs Spiel; und fordert gleichzeitig Polizeischutz

Die Drohungen könnten das Leben für Harrys Sicherheitsteam deutlich schwieriger machen. Harry verklagt gerade die britische Regierung, damit sie weiterhin seinen Polizeischutz in Großbritannien zahlt. Ein Privileg, das er verlor, als er das Königshaus 2020 verließ.

Einige im Netz betonen die Ironie der Lage: Harry erntet von allen Seiten Kritik - das ist kontraproduktiv für den Versuch des Prinzen, die Sicherheit seiner Familie zu stärken.