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Raketenschlag auf Wohnblock in Dnipro: Kaum Hoffnung auf weitere Überlebende

Rettungskräfte räumen die Trümmer eines Wohnhauses, das bei einem russischen Raketenangriff auf ein Wohnviertel in Dnipro zerstört worden war
Rettungskräfte räumen die Trümmer eines Wohnhauses, das bei einem russischen Raketenangriff auf ein Wohnviertel in Dnipro zerstört worden war Copyright Evgeniy Maloletka/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
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Von Lucia Riera Bosqued
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach einem russischen Raketenangriff auf einen Wohnblock in Dnipro mit 30 Toten gibt es kaum Hoffnung auf weitere Überlebende unter den 44 noch Vermissten. Das russische Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu den zivilen Opfern.

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Die Zahl der Todesopfer des russischen Raketenangriffs auf einen Wohnblock in der südostukrainischen Stadt Dnipro ist auf 30 gestiegen. Etwa 1.700 Menschen lebten in dem Block, Rettungskräfte des nationalen Notdienstes suchen weiter nach 44 Vermissten in den Trümmern, die Hoffnung auf weitere Überlebende ist gering.

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden mindestens 73 Menschen verletzt, 39 Personen seien aus den Trümmern gerettet worden seien. In seiner Abendansprache verurteilte Selenskyj das Schweigen der russischen Bevölkerung.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine:

"Euer feiges Schweigen, eure Haltung 'abzuwarten', was passiert, wird nur damit enden, dass dieselben Terroristen eines Tages zu euch kommen werden. Das Böse mag die Feigheit. Das Böse erinnert sich immer an diejenigen, die es fürchten oder mit ihm zu verhandeln versuchen. Aber wenn es dich holen kommt, schützt Dich niemand."

Das russsiche Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu den zivilen Opfern. Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow sagte lediglich: "Alle ausgewiesenen Objekte wurden getroffen. Das Ziel des Schlags wurde erreicht." Ukrainische Medien warfen der russischen Seite angesichts dieser Äußerung Zynismus vor.

Angriffe auf "militärische Ziele" in Kiew, Charkiw und Odessa

Auch in Kiew, Charkiw und Odessa gab es am Samstag Raketenschläge, die laut Moskau gegen militärische und Energie-Infrastruktur der Ukraine gerichtet waren. Das ukrainische Stromnetz war zuletzt vor zwei Wochen angegriffen worden.

Die Ukraine stellt sich größereProbleme bei der Stromversorgung ein. Landesweit müsse die ohnehin schon deutlich reduzierte Strommenge pro Haushalt noch weiter gedrosselt werden, um größere Engpässe zu vermeiden, soder staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenerho - Notabschaltungen seien nicht ausgeschlossen.

IAEO will dauerhafte Präsenz in allen ukrainischen Kernkraftwerken

Rafael Grossi, Generaldirektor der IAEO, wird diese Woche in der Ukraine erwartet und anschließend nach Russland reisen. „Noch nicht“, hatte Kreml-Sprecher Dimiti Peskow auf die Frage geantwortet, ob Wladimir Putin plane, Rafael Grossi in naher Zukunft zu treffen. Am 10. Dezember hatte der Leiter der IAEO Fortschritte bei den Verhandlungen mit Russland und der Ukraine über die Einrichtung einer Sicherheitszone um die Anlage verkündet.

Experten für nukleare Sicherheit sollten ständig in allen Kernkraftwerken des Landes vor Ort präsent sein. Maßnahmen wie diese sollen einen nuklearen Unfall während des militärischen Konflikts verhindern.

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